WiWo App 1 Monat für nur 0,99 €
Anzeigen

Autoindustrie Chinas Autobauer werben deutsche Top-Manager ab

Seite 2/3

Erst Chinas Markt bezwingen

Die beliebtesten Importe für Fahrzeugflotten
Volvo V60 Quelle: Pressebild
Renault Clio Quelle: Pressebild
Seat Ibiza Quelle: Pressebild
Volvo XC60 Quelle: Pressebild
Nissan Quashquai Quelle: Pressebild
Renault Scénic Quelle: Pressebild
Skoda Fabia Quelle: Pressebild

„Zunächst liegt unser Augenmerk aber auf China“, erklärt Markenchef Steinwascher ganz im Einklang mit der offiziellen chinesischen Politik. Die chinesische Zentralregierung möchte den heimischen Markt für hochwertige Automobile nicht länger ausländischen Herstellern überlassen. Volkswagen mit Skoda und demnächst Seat, aber auch General Motors dominieren mit ihren Modellen den Markt. Nach China sollen dann erst einmal die Märkte der Schwellenländer Indien und Südamerika bedient werden.

In Shanghai präsentierte Chefdesigner Hildebrand bereits das Markenlogo Q, im Scheinwerferlicht erscheint eine viertürige Limousine fürs Mittelklasse-Segment mit schwarz gefleckter weißer Außenhaut, expressivem Kühlergrill und kräftigen Schultern. Das Vorbild dafür ist offenbar der VW Passat. In Europa zielt Qoros aber eher auf die koreanischen Marken Hyundai und Kia. „Qoros steht mit schlichter Ästhetik in der Tradition der deutschen Bauhaus-Schule“, erklärt Hildebrand die Designsprache. Sie soll Wertigkeit ausstrahlen und Qualität über gelungene Proportionen vermitteln.

Hildebrand: „Unsere Autos besitzen lange Radstände, sie erzeugen durch gestreckte Karosserien mit niedriger Dachlinie formale Spannung.“ Die Kreativen der kalifornischen Ideenschmiede Frog, die auch in München, am Sitz von BMW, ein Studio unterhält, haben dazu die Bedienoberflächen im Interieur entwickelt.

Sie seien vergleichbar mit denen von Apple, „eine Weltneuheit“, verspricht Hildebrand. Das finale Exterieurdesign, entstanden in Graz, München und Shanghai, ist schon verabschiedet. Die Prototypen zur Wintererprobung sind schon auf den Straßen unterwegs. Außerdem wollen die Qoros-Gestalter den Fahrzeugen eine ökologische Komponente verpassen. Die soziale Akzeptanz von Autos werde immer wichtiger, erklärt Hildebrand.

Hier kommt der Investitionspartner Israel Corporation ins Spiel, der auch an dem von dem ehemaligen SAP-Manager Shai Agassi gegründeten Unternehmen Better Place beteiligt ist, das die Elektromobilität mit Batterie-Wechselsystemen vorantreibt. Schon ist von einem Großauftrag von Better Place an Qoros die Rede. Die ersten Modelle des Qoros werden allerdings von konventionellen 1,6-Liter-Vierzylindermotoren mit variablem Ventiltrieb angetrieben. Der elektrische Antrieb soll wahrscheinlich erst ab dem Jahr 2016 verfügbar sein.

Inhalt
Artikel auf einer Seite lesen
Diesen Artikel teilen:
  • Artikel teilen per:
  • Artikel teilen per:
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%