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Hauptversammlung Gildemeister bringt satte Leistung

Der Werkzeugmaschinenbauer Gildemeister präsentiert seinen Aktionären auf der Hauptversammlung am Freitag glänzende Zahlen. Nur das Energiegeschäft macht Sorgen.

Rüdiger Kapitza Quelle: dpa

Rüdiger Kapitza ist nicht für Bescheidenheit bekannt. Der Gildemeisterchef ist mit einem Jahressalär von 2,9 Millionen Euro einer der bestbezahlten Manager im deutschen Maschinenbau. Der Westfale liebt kräftige Worte und weiß sich stets ins rechte Licht zu stellen. Dennoch hält sich die Zahl der Kritiker in Grenzen. Denn Kapitza hat seine Versprechungen eingehalten. Wenn der Gildemeister-Vormann am Freitagmorgen vor seine Anteilseigner tritt, kann er mit einer sauberen Bilanz und mit einer Dividendenerhöhung aufwarten.

Alle Zahlen stimmen. Der Umsatz stieg im vergangenen Jahr um 23 Prozent auf 1,667 Milliarden, die Aufträge legte um 36 Prozent zu, der Jahrüberschuss stieg fast um das Zehnfache auf 41 Million Euro. Und erstmals ist der Konzern – dank einer Kapitalerhöhung – frei von Bankschulden.

Deutschlands größte Werkzeug-Maschinenbauer
Platz 10: Niles-Simmons Quelle: dpa.
9. IndexDie Index-Gruppe gehört gemeinsam mit dem Tochterunternehmen Traub zu den führenden Herstellern von CNC-Drehmaschinen. Firmensitz ist Esslingen in Baden-Württemberg. Das Unternehmen blickt wie viele schwäbische Maschinenbauer auf eine lange Tradition zurück. Hermann Hahn legte 1914 den Grundstein und begann mit der Produktion von Revolverdrehautomaten. Heute zählen zu den Hauptabnehmern von Index-Drehmaschinen die Automobil- und Automobilzulieferindustrie, der Maschinenbau, die Elektrotechnik und Elektronikindustrie sowie Hersteller in der Fluidtechnik und dem Armaturenbau. Die Index-Gruppe setzte im Jahr 2012 432 Millionen Euro um (Vorjahr: 450 Millionen) und beschäftigte 2.100 Mitarbeiter. Quelle: Pressebild
Platz 9: Emag Quelle: pr
Platz 7: Körber - Schleifring-GruppeSchleifring gehört zum weltweit tätigen Körber-Konzern, der 30 internationale Technologieunternehmen unter seinem Dach vereint. Die Abnehmer der Schleifmaschinen stammen aus den Branchen Automobilindustrie und Zulieferer, Werkzeugindustrie, Kraftwerkturbinenbau, Werkzeug- und Formenbau, Medizintechnik, Maschinenbau, Uhrenhersteller sowie der Turbinenindustrie. Zu den größten Abnehmermärkten gehören, nebst Westeuropa, Asien (inklusive China) sowie Amerika. 2012 setzte die Schleifring-Gruppe 530 Millionen Euro (Vorjahr: 470 Millionen Euro) und beschäftigte 2200 Mitarbeiter. Quelle: Presse
Platz 5: Heller Quelle: Pressebild
Platz 5: GrobDas Unternehmen Grob mit Stammwerk in bayerischen Mindelheim produziert in Sao Paulo, Brasilien, im amerikanischen Bluffton/Ohio und im neugebauten Werk in Dalian in China. Eigene Service- und Vertriebsniederlassungen unterhalten die Mindelheimer unter anderem in Beijing, Shanghai und Mexiko. Seit Firmengründung im Jahr 1926 ist Grob im Familienbesitz und wird heute in dritter Generation geführt. Weltweit beschäftigt der Maschinenbauer rund 4.000 Mitarbeiter. 2012/2013 erwirtschaftete das Unternehmen 650 Millionen Euro (Vorjahr: 600 Millionen Euro). Quelle: Pressebild
Platz 6: MAG Europe Quelle: pr

Gute Ausgangsposition

Auch für das laufende Jahr sehen die Aussichten glänzend aus. In den ersten drei Monaten legte der Umsatz um 20 Prozent auf 452 Millionen Euro zu, der Auftragseingang kletterte wie im Gesamtjahr 2010 um 36 Prozent auf 605 Millionen Euro. Für 2012 erwartet Kapitza erstmalig Aufträge von mehr als zwei Milliarden Euro. Der Umsatz wird voraussichtlich auf rund 1,9 Milliarden Euro steigen, der Gewinn auf 65 Millionen Euro.

Von der glänzenden Lage sollen auch die Anteilseigner profitieren. Nach einem Jahr ohne Dividende erhalten die Anleger 25 Cent pro Aktie. Im kommenden Jahr, so stellt Kapitza in Aussicht, dürfte es noch mehr werden.

Dabei sieht die Lage der Branche gemischt aus. Nach einem guten Jahr 2011 mit einem Nachfragwachstum von 45 Prozent tritt die Branche seit einigen Monaten deutlich langsamer. Im letzten Quartal 2011 ging die Nachfrage um vier Prozent zurück, in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres um sieben Prozent.

Für Gildemeister macht sich nun die vor drei Jahren gestartete Zusammenarbeit mit dem japanischen Maschinenbauer Mori Seiki bemerkbar. Mori Seiki hält an Gildemeister rund 20 Prozent, Gildemeister an Mori Seiki fünf Prozent. Die beiden Unternehmen verschmelzen Entwicklung und Vertrieb zusammen und errichten auf Drittmärkten auch Produktions- und Serviceeinheiten.

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