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Helden Contra Corona – Erfahrungsbericht #25 „Wir sind in einer besseren Lage als der stationäre Handel“

Deine-Tür-Geschäftsführer Norman Langbein, Mathias Krasselt und Robert Jacob. Quelle: PR

Hilft es in Zeiten von Corona, ausschließlich im Netz zu verkaufen – selbst wenn es Massivholztüren sind? Fragen an Robert Jacob, Geschäftsführer des Leipziger Unternehmens „Deine Tür GmbH“ und „Held des Mittelstands“.

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Lebensmittel, Kleidung, Medikamente aus dem Internet – kein Problem. Aber Massivholztüren? 2012 erwarben die Investoren Norman Langbein, Mathias Krasselt und Robert Jacob die Holzverarbeitungs GmbH Höwisch aus Sachsen-Anhalt – und stellten das Geschäft komplett auf Online um. Und es funktionierte, der Umsatz des Leipziger Unternehmens verzehnfachte sich.

WirtschaftsWoche: Herr Jacob, Ihr Unternehmen „Deine Tür“ verkauft Massivholztüren online. Beschert Ihnen die Coronakrise nun mehr Kunden, da die Deutschen mehr im Netz bestellen?
Robert Jacob: Als es mit dem Shutdown losging, haben wir tatsächlich erstmal eine Zunahme an Anfragen und Bestellungen gespürt. Mittlerweile ist die Nachfrage aber deutlich abgeflacht. Ich vermute, dass da bei vielen Kunden eine große Unsicherheit durchschlägt. Da werden teure Projekte denn auch mal zurückgestellt. Aber insgesamt können wir uns nicht beklagen – wir sind in einer besseren Situation als der stationäre Handel.

Mussten Sie schon Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken?
Nein, es läuft alles im Normalbetrieb weiter. Unser Kundenservice arbeitet vom Homeoffice aus. Nicht, weil unsere Mitarbeiter in Quarantäne müssen, sondern weil sie ihre Kinder zu Hause betreuen müssen. Das klappt dann sicher nicht so effizient wie im Büro; da fällt dann auch mal die eine oder andere Arbeitsstunde aus. Die Kollegen, die unser Lager betreuen und für die Logistik sorgen, sind weiterhin vor Ort.

Von wo aus arbeiten Sie? Homeoffice oder Büro?
Teils, teils. Ich bin häufig im Lager. Die Zeit, wo nicht so viel zu tun ist, wollen wir nutzen, um unsere Prozesse zu optimieren, den Warenfluss zu verbessern und Schwächen in unserer IT zu beseitigen.

Kommen Sie denn voran damit? Oder gibt es Lieferprobleme?
Bei Deine Tür haben wir den Materialfluss im Griff, es gibt glücklicherweise keine Lieferprobleme. Am Anfang gab es vereinzelt Schwierigkeiten mit Lieferungen aus Italien. Unsere Hersteller haben dafür allerdings schnell Ersatz gefunden.

Mehr zum Thema
In der Rubrik Helden des Mittelstands porträtiert die WirtschaftsWoche regelmäßig einen Mittelständler, der eine Herausforderung kreativ, mutig und klug gemeistert hat. Doch was tun diese Helden gegen die Coronakrise? Wir haben nachgefragt. Alle Folgen der Serie „Helden Contra Corona“ finden Sie hier.

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