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KfW-Studie Zahl innovativer Mittelständler sinkt

Die KfW hat untersucht, wie viele mittlere Firmen in innovative Produkte oder Prozesse investiert haben. Deren Zahl ist zuletzt um 150.000 zurückgegangen.

Die Summe, die mittelständische Unternehmen für Innovationen ausgaben, verringerte sich auf 30,7 Milliarden Euro im Jahr 2017. Quelle: dpa

FrankfurtImmer weniger mittelständische Unternehmen in Deutschland setzen einer Studie zufolge auf Innovationen. Nur noch 850.000 kleine und mittlere Firmen investierten in den Jahren 2015/2017 in innovative Produkte oder Prozesse, wie aus einer Untersuchung der staatlichen Förderbank KfW hervorgeht. Das waren 150.000 weniger als in der zuvor untersuchten Periode 2014/2016.

Nach einem kurzen Zwischenhoch sei die Innovationstätigkeit im Mittelstand damit wieder auf einen Abwärtskurs zurückgekehrt, hieß es in der KfW-Studie. Die Summe, die die Unternehmen für Innovationen ausgaben, verringerte sich ebenfalls – auf 30,7 Milliarden Euro im Jahr 2017. Ein Jahr zuvor waren es noch 32,3 Milliarden Euro.

Verglichen mit dem Höchststand im Zeitraum 2004/2006 ist der Anteil innovativer Mittelständler den Angaben zufolge um knapp die Hälfte gesunken. Vor allem kleinere Unternehmen hätten im langfristigen Vergleich ihre Aktivitäten zunehmend eingestellt. Rund 80 Prozent der insgesamt etwa 3,76 Millionen Mittelständler zählen zu den kleinen Firmen mit weniger als fünf Beschäftigten.

Nach Einschätzung der KfW dürften unter anderem zunehmende Finanzierungshemmnissen bei Innovationen, der Fachkräftemangel und die demografisch bedingte Alterung der Beschäftigten die Innovationsfreude mittelständischer Firmen gebremst haben.

„Für die deutsche Wirtschaft und ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit sind dies keine guten Nachrichten“, sagte KfW-Experte Volker Zimmermann. „Schließlich spielen Innovationen eine große Rolle für Beschäftigung, Rendite, Umsatz und Produktivität.“ Die deutsche Wirtschaft müsse ihren technologischen Vorsprung sichern und neue Technologiefelder besetzen.

Mehr: Der Erpressungsfall des Hamburger Juweliers Wempe zeigt: IT-Systeme im deutschen Mittelstand sind verwundbar – und eröffnen Cyberkriminellen ein lukratives Feld.

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