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Produktionsplus erwartet Maschinenbauer trotzen der Eurokrise

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Dicke Auftragspolster

Welche Maschinen uns das Leben erleichtern
Sie ist zwar von ihrer Größe her nichts besonderes, dafür soll die Gurkenvollerntemaschine künftig jedes Jahr 40.000 Tonnen Gurken ernten. Am Montag wurde der neue Erntehelfer, der die Kosten für die Gurkenernte drastisch reduzieren soll, im Spreewald vorgestellt. Quelle: dpa
Tunnelbohrmaschine von Herrenknecht Quelle: Pressebild
Antonow AN 225 Quelle: MilborneOne
Roboter vom Typ Titan Quelle: dpa
Bagger 293 Quelle: Elsdorf-blog.de
Emma Maersk Quelle: dpa/picture-alliance
Muldenkipper T282 Quelle: René Engel

Das große Thema auf dem diesjährigen Maschinenbaugipfel ist der Energiesektor. Die Industrie hatte schon früh auf die  Energiewende gesetzt. Jetzt erlebt sie den Einbruch der Solar- und Windtechnik. „Die Bestellungen aus der Branche gehen spürbar zurück“, sagt Rainer Hundsdörfer, Vorsitzender der Geschäftsführung des Ventilatorherstellers ebm-Papst. Hinzu kommt die Frustration über eine Energiepolitik, die die Großverbraucher zunehmend belaste. Und es geht die Angst um, auf das falsche Pferd gesetzt zu haben, wenn die Energiepreise wegen neuentdeckter Gas- und Ölressourcen wieder sinken. Lindner. „Das würde alle langfristigen Wirtschaftlichkeitsberechnungen für die Energiewende zu Makulatur werden lassen.“

Gut läuft es nach wie vor bei den Herstellern von Chemieanlagen, die von den langen Abwicklungszeiten bei Großprojekten aus den Schwellenländern profitieren und für dieses Jahr mit mehr als zehn Prozent Zuwachs rechnen. Auch das Geschäft mit Bergbaumaschinen blüht wegen des wachsenden Rohstoffhunger der Schwellenländer. Und die Kernbranche des Maschinenbaus, der Werkzeugmaschinenbau, findet für seine Pressen und Bearbeitungsmaschinen genügend Abnehmer. Das Problem: Viele Maschinenbauer leben von der Vergangenheit, von den dicken Auftragspolstern, die sich nach der Krise vor allem wegen der ausgeräumten Lager  aufgebaut hatten oder wegen langer Projektvorläufe.

Maschinenbau macht Kasse in China
Voith Quelle: dpa
Knorr-Bremse Quelle: dpa
Schuler Quelle: dpa
Manz Quelle: PR
Waldrich Siegen Quelle: Screenshot
MAG

Druckmaschinenbauer schwächeln

Schwierig ist das Geschäft dagegen für die Druckmaschinenbauer. In der Traditionsindustrie überlagert die strukturelle Branchenkrise die Konjunktur. Das Internet und die neuen digitalen Drucktechniken, wie sie in den copy shops zu finden sind, machen den klassischen Herstellern wie Heidelberger Druckmaschinen oder Manroland in Offenbach und Augsburg das Leben schwer.

In Arbeit
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Der deutsche Maschinenbau lebt zu über 75 Prozent vom Export. Sorgenkind das Geschäft in Südeuropa, das seit langem rückläufig ist.

Tatsächlich erinnert die Situation der Branche an einen Tanz auf dem Eis. Solange das Vertrauen der Finanzmärkte in die Währungen nicht vollends erodiert und es nicht zu einer Implosion in China kommt, sieht die aktuelle Situation fast glänzend aus und die Zukunft alles andere als trübe. „Es könnte so schön sein, wenn es nicht diese wirtschaftspolitischen Unsicherheiten gäbe“, sagt Mittelständler Kemper. 

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