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Restaurants von Wirtschaftsgrößen Wenn Manager Gastronomen werden

Immer mehr Unternehmer und Wirtschaftsgrößen entdecken ihre Gastfreundlichkeit und eröffnen Restaurants. Doch nicht alle Gastro-Versuche enden erfolgreich. Ein Überblick über die Wirtschafts-Wirte.

Speditionsunternehmer und Milliardär Klaus-Michael Kühne (hier mit Gattin Christine) baute sich in Hamburg mit dem „Fontenay“ ein Luxushotel an die Alster (eine Übernachtung kann hier schon mal 7.000 Euro kosten). 2018 feierte er Eröffnung. Kühne gehört nach wie vor die Mehrheit am Logistikunternehmen Kühne+Nagel (Umsatz: umgerechnet fast 19 Milliarden Euro), aber weil er schon 1998 den dortigen Vorstandsvorsitz abgab, hatte er Zeit, sich seinem gastronomischen Hobby zu widmen: Auf Mallorca besitzt er schon seit ein paar Jahren mit dem „Castell Son Claret“ ein Fünf-Sterne-plus-Hotel mit angeschlossenem Zwei-Sterne-Restaurant namens „Zaranda“. Quelle: ddp
Für das „Lakeside“- Restaurant, im siebten Stock des „Fontenay“, engagierte Kühne den jungen Schweizer Koch Cornelius Speinle, der sich mit 27 Jahren bereits seinen ersten Stern erkocht hatte. Das 4-Gang-Menü, bestehend aus „Carabinero, Jakobsmuschel, Taube oder Lamm, weiße Schokolade“, kostet 149 Euro, exklusive Weinbegleitung. Quelle: ddp
Am 25. September eröffnen TV-Moderator Günther Jauch (2. v.r.) und Sterne-Koch Tim Raue (2.v.l.) in Potsdam die „Villa Kellermann“. Tim Raue ist mit seinem gleichnamigen Restaurant in Berlin als einziger Deutscher auf der aktuellen Liste „World's 50 Best Restaurants“ vertreten (auf Platz 40), die Szene nennt ihn deshalb mit einiger Berechtigung Deutschlands besten Koch. In der „Villa Kellermann“ servieren Raue und Küchenchef Christopher Wecker (r.) unter Aufsicht der Gastgeberin Patricia Liebscher (l.) unter anderem Königsberger Klopse und Kabeljau. Unternehmer Jauch kaufte die historische Villa am Heiligen See, nördlich des Potsdamer Stadtzentrums, vor drei Jahren. Im pfälzischen Kanzem an der Saar, südlich von Trier, betreibt er zudem gemeinsam mit seiner Frau Thea das Weingut von Othegraven. Quelle: Nils Hasenau
Verena Bahlsen (26), Urenkelin des Keksunternehmensgründers Hermann Bahlsen, hat ihren segensreichen Vorfahren eine Referenz erwiesen, in dem sie ihr 2017 in Berlin eröffnetes Restaurant „Hermann's“ taufte. Ihrer dahinterstehenden Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft, 2015 in Hannover gegründet, gab sie den Namen „Stupidly Simple“. Die Familienfirma Bahlsen erwirtschaftete 2018 einen Umsatz von 545 Millionen Euro. Quelle: dpa
Ihrem Restaurant „Hermann's“ hat Verena Bahlsen ein visionäres, ambitioniertes Konzept übergestülpt, es geht um das Essen der Zukunft, ein bisschen auch um Planetenrettung. Das Mittagsmenü liest sich dann so: „Pulled Jackfruit, Aktivkohle-Dinkel-Brötchen, Cashewnuss-Mayonnaise, Kartoffel oder Kichererbsen Pommes“, für 14,50 Euro. Quelle: PR
Kim Schindelhauer ist Gründer und mittlerweile Aufsichtsratschef des S-Dax-Unternehmens Aixtron, einem in Herzogenrath bei Aachen ansässigen Anlagenhersteller für Halbleitertechnik (Umsatz: 269 Millionen Euro). Im Jahr 2018 eröffnete Schindelhauer in Mallorcas Hauptstadt Palma das 5-Sterne-Hotel Palacio can Marques inklusive Restaurant im Gewölbekeller. Die Küchenleitung hat der belgischen Kochs Cédric Lebon, der viele französische Gerichte anbietet, etwa Vol-au-vents, Boeuf Bourguignon en Cocotte oder Bouillabaisse. Quelle: Pressefoto
Til Schweiger ist nicht nur Schauspieler, sondern auch Unternehmer. In Berlin betreibt er seit einigen Jahren seine Produktionsfirma Mister Brown Entertainment sowie die Barefoot Films GmbH. Hinzu kam 2014 die Mode- und Einrichtungsmarke „Barefoot Living“, ein in Berlin ansässiger Internetversand, dessen Produkte die Lebenswelten von Schweigers Filmen nachahmen sollen. 2016 eröffnete er schließlich in Hamburg sein Restaurant „Barefood Deli“. Quelle: Imago, PR
Im „Barefood Deli“ serviert man selbstgebrautes Bier, „Tils“ genannt (0,33 Liter für 4,20 Euro), und Gemüse-Lasagne. Ärger gab es zur Eröffnung wegen des üppigen Preises von 4,50 Euro für einen Liter Leitungswasser, das auf der Speisekarte seltsamerweise „Barewater“ heißt. Seit kurzem kann man hier auch neapolitanische Pizza verspeisen oder auch mitnehmen - vorausgesetzt, man hält den Pizzakarton waagerecht. Der Hintergrund zum neuen Gastronomiekonzept: Ein Esel auf seiner mallorquinischen Finca hat den Schauspieler nach eigenen Angaben inspiriert. „Immer wenn ich im Sommer auf unserer Terrasse für Familie und Freunde Pizza im Steinofen backe, kommt Esel „Henry“ vorbei und futtert genüsslich mit“, so Schweiger. Am liebsten verzehre „Henry“ Pizza mit Crème fraîche, Chorizo-Wurst und Paprikaschoten. In Anlehnung an die Pizza-Vorliebe des Tiers heiße das Konzept „Henry Likes Pizza“. Quelle: ddp
Wolfgang Göbel war von 2007 bis 2015 als Personalvorstand von McDonald’s Deutschland (Umsatz: 3,5 Milliarden Euro) verantwortlich für 58.000 Mitarbeiter. Dann wurde er Unternehmer: Im Herbst 2017 begann er das Training zum Franchise-Nehmer bei der italienisch angehauchten (aber in Nürnberg ansässigen) Bistro-Kette „L'Osteria“. Im hessischen Limburg eröffnete er vor kurzem sein eigenes „L’Osteria“-Restaurant, bekannt für die großen Pizzen. Seine Frau Iris und die beiden Töchter Natalie und Jessica, die Erfahrungen u.a. von Vapiano mitbringen, arbeiten mit. Quelle: PR
Der ehemalige Porsche-Chef Wendelin Wiedeking (Amtszeit bis 2009) eröffnete Ende 2012 sein erstes Restaurant Tialini in Ludwigshafen. Ursprünglich trug es den Namen Vialino, das aber hatte zu große Ähnlichkeit mit dem Systemgastronomen „Vapiano“, weshalb Wiedeking den Anfangs- sowie den Endbuchstaben änderte. Quelle: PR
Mittlerweile gibt es vier weitere Tialini-Standorte; die bislang letzte Eröffnung feierte Wiedeking im Frühjahr 2018 in Wiesbaden. In seinen Restaurants gibt es Pizza, Pasta und Salate. Zudem gehört ihm in seiner westfälischen Heimatstadt Beckum das Gasthaus Pulverschoppen – ebenfalls italienische Küche. Quelle: PR
Der frühere RWE-Chef Jürgen Großmann (2007 bis 2012) finanzierte jahrelang sein Dreisternelokal „La Vie“ in Osnabrück. Im Sommer 2018 schließlich hatte er genug, seine Firma Georgsmarienhütte zog sich zurück, das Restaurant stellte den Betrieb ein. Quelle: Imago, PR
Der hochdekorierte Koch Thomas Bühner hatte hier mehr als zwölf Jahre lang das Sagen in der Küche. Angeblich habe Jürgen Großmann mit seiner „La Vie“-Finanzierung jedes Jahr etwa eine Million Euro Verlust gemacht, schätzten Vertraute. Der Manager hatte sich nicht dazu geäußert. Quelle: Imago, PR
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