Sponsoring Von welchen Netzwerken Lars Windhorst profitiert

Lars Windhorst und Sapinda haben Zugang zu einflussreichen Kreisen. Sie sind im Motorsport und der Kunstszene unterwegs.

Rasant unterwegs. Sapinda sponsort neuerdings den Formle-1-Rennstall Toro Rosso Quelle: dpa

Geld und Glamour sind für die Formel 1 ebenso wichtig wie Motorsport-Romantik. Neuerdings zählt auch Sapinda zu den Unternehmen, die sich von dem schnellsten Wanderzirkus mehr Aufmerksamkeit und ein besseres Image versprechen. In der laufenden Saison sponsert die Investmentholding das Red-Bull-Schwesterteam Toro Rosso, das dem österreichischen Brausehersteller Dietrich Mateschitz gehört. In der vergangenen Saison landete das Team abgeschlagen auf dem 8. Platz. Das Sapinda-Logo prangt auf den Overalls der beiden Fahrer Jean-Éric Vergne und Daniil Kwjat sowie ihrer Mechaniker. Zu sehen ist es auch auf den Seitenspiegeln und Vorderflügeln der zwei Boliden des italienischen Rennstalls. Sapinda soll dafür Branchenkreisen zufolge zehn Millionen Dollar im Jahr springen lassen.

Promi-Party in London

Auch in der Kunstszene ist Windhorst unterwegs. In London lassen sich nützliche Kontakte mit Mitgliedern des internationalen Jetsets, der Hochfinanz sowie den Top-Etagen von Wirtschaft und Politik knüpfen. Ein Platz auf der Gästeliste der Sommerparty der Serpentine Gallery in Kensington Gardens gilt als begehrtes Statussymbol.

Windhorst sitzt im Beirat der Galerie, deren Co-Direktorin Julia Peyton Jones als gute Bekannte von Windhorsts Geschäftspartner Robert Hersov gilt. Windhorst und seine Frau Tatiana gehören außerdem zu den fünf Gründungsschirmherren, die einen Teil der Kosten für den 14,5 Millionen Pfund teuren Umbau eines ehemaligen Munitionsdepots spendeten, das heute als Serpentine Sackler Gallery ein zweites Ausstellungsgebäude bildet.

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Am Galadinner zur Eröffnung des neuen Kunsttempels, der von der Stararchitektin Zaha Hadid entworfen wurde, nahmen im September 2013 zahlreiche Hochkaräter teil, darunter Finanzminister George Osborne sowie die Schwägerin von Prinz William, Pippa Middleton, New Yorks Ex-Bürgermeister Michael Bloomberg und der russische Oligarch Roman Abramowitsch mit Freundin Dascha Zukowa. Die Gästeliste zeigt, wie weit der Geschäftsmann aus der westfälischen Kleinstadt Rahden, der in den letzten Jahren seine Liebe zur modernen Malerei entdeckte, es in der gesellschaftlichen Hierarchie inzwischen gebracht hat. Ausgerichtet hatte die Edelparty das Glamour-Magazin „Vanity Fair“. Sapinda betätigt sich außerdem als Mäzen für aufstrebende Künstler, indem sie im Lifestyle-Magazin „Sleek“ eine Bilderstrecke finanzierte. Windhorst selbst ist Fan des deutschen Malers Frank Thiel. Im Foyer seines Londoner Büros hängt eine großformatige Version seines Werks „Berlin“.

Darüber hinaus wird Windhorst in den britischen Medien mit einer Spende für die konservative Partei von Premier David Cameron in Verbindung gebracht. So berichtete der „Daily Telegraph“ Ende Mai 2010, also kurz nach Amtsantritt Camerons, der Deutsche habe 10 000 Pfund gespendet. Dies verschafft ihm Zugang zum sogenanntem „Number 10 Club“ und bietet ihm damit die Gelegenheit, vier Mal im Jahr eine „auserwählte Gruppe hochrangiger Abgeordneter“ zu treffen.

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