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Studie des IfM Bonn Ostdeutsche Mittelständler auf der Überholspur

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Woher kommt das Kapital?


Die spektakulärsten Spezialisten
1,97 Milliarden Euro Umsatz, 12 320 Mitarbeiter, in 160 Länder aktiv: Der Motorsägen-Weltmarktführer Stihl trotzt den Rückschlägen in Südeuropa und setzt seinen Wachstumskurs weiter fort. In den ersten acht Monaten dieses Jahres steigerte Stihl seine Erlöse gleich um 7,9 Prozent. Ein Drittel aller Motorsägen weltweit vertreibt Stihl nach eigenen Angaben und diese weltweite Präsenz hat dabei geholfen, die regionalen Einbußen in Italien, Spanien, Portugal und Griechenland abzufedern. Im vergangenem Jahr ging es dem Weltmarktführer aus Waiblingen auch sehr gut: Er machte ein sattes Rekordumsatzplus von 10,8 Prozent. Für 2012 rechnet Stihl mit einem etwas schwächeren Wachstum von "nur" 5 bis 10 Prozent. Quelle: dpa
Pisten plätten und Halfpipes formen, eine Pistenraupe muss für alles gerüstet sein. In der Umgangssprache heißen die Maschinen "Pistenbully". So, wie das Produkt der Kässbohrer Geländefahrzeug AG. Mit den unverkennbar roten Pistenraupen ist das Unternehmen zum Weltmarktführer aufgestiegen. Vorher stellte es Reisbusse und LKW-Anhänger her. Quelle: Presse
Nicht nur bei Kindern beliebt, auch auf Musikfestivals ein Renner: die "Pustefix"-Seifenblasen der Firma Hein aus Tübingen. In mehr als 50 Ländern gibt es das Produkt zu kaufen. Besonders Amerikaner und Japaner stehen auf die bunten Blasen aus Deutschland. Quelle: REUTERS
Roll-Leinen für Hunde kommen von Flexi. 1972 entwarf die Firma den Prototyp aus Holz. Heute gibt es auch Luxusmodelle mit Swarovski-Kristallen. Produziert wird nach Unternehmensangaben ausschließlich in Deutschland, verkauft in 90 Ländern weltweit. Quelle: dpa
Blick in die Tiefe: In einer Übung seilen sich Feuerwehrmänner am Hochhaus "Taipei 101" ab. Die Fassade für das 508 Meter hohe Gebäude in Taiwans Hauptstadt Taipeh hat der deutsche Spezialist Gartner gefertigt. Nur eines von vielen Großprojekten; auch in Dubai, London, New York und München stehen Glasfassaden von Gartner. Quelle: AP
Edles Ambiente im Bundeskanzleramt. Gespeist wird hier mit feinstem Silber. Das Besteck liefert die Silbermanufaktur Robbe und Berking aus Flensburg. 1874 gegründet, hat die Firma international einen Marktanteil von 40 Prozent erreicht. Ein Viererset (Gabel, Messer, Ess- und Kaffeelöffel) ihres Besteck Modells "Dante" aus dem Bundeskanzleramt kostet 575 Euro in 925er Sterling Silber oder 283 Euro mit 150 Gramm Massiv-Versilberung. Quelle: dpa
Der Prothesenhersteller Otto Bock Healthcare ist offizieller Ausrüster der Paralympics in London. Für Rollstühle, Arm- und Fußprothese und viele weitere Hilfsmittel gibt es technische Unterstützung. Als Weltmarktführer fördert Otto Bock auch die Athleten des Deutschen Behindertensportverbands. 400-Meter-Sprinter Oscar Pistorius, der schon bei den Olympischen Spielen gestartet war, setzt dagegen auf Prothesen vom isländischen Konkurrenten Össur. Quelle: dapd

Die Wachstumschampions sind aber auch die Job-Schaffer in Deutschland schlechthin: 70 Prozent von ihnen wollen neue Mitarbeiter einstellen. Sorgen bereitet das Thema Fachkräfte und Kreditvergabe. Gerade die "Turbo-Mittelständler" sehen sich von gesetzlichen Reglementierungen und steuerlichen Bestimmungen gebremst. Im Osten beklagt man den Exodus qualifizierten Mitarbeiter gen Westen. Größte Herausforderung für alle ist der Zugang zu Krediten. Ein Drittel wünscht hier einfachere Prozedere. Den Großunternehmen scheint das Thema deutlich weniger Kopfzerbrechen zu bereiten. Nur 20 Prozent wünschen sich hier Erleichterung.

Chancen und Risiken ausgewählter Finanzierungsformen für Unternehmen

Die deutschen Mittelständler verlassen sich am liebsten auf ihr Eigenkapital und einen klassischen Kredit der Hausbank. Andere Formen der Wachstumsfinanzierung wie Anleihen, Genussrechte oder etwa Factoring kommen kaum vor. Beim letztgenannten verkauft der Mittelständler seine Forderungen gegenüber der Kunden an die Bank und erhält dafür - abzüglich Gebühren - Bares. In Deutschland beträgt das angekaufte Forderungsvolumen erst bei knapp sechs Prozent.

In Arbeit
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"In Frankreich ist der Wert doppelt so hoch", weiß Joachim Secker, Deutschland-Chef der Finanzierungsgesellschaft GE Capital, die sich auf Factoring spezialisiert, und die Studie beim IfM Bonn in Auftrag gegeben hat. Die Mittelständler trauen bei Finanzierungsformen abseits des Kredits noch zu wenig, manche nehmen das Thema Finanzierungkommunikation aber auch zu lax und machen es damit den Banken schwer, bedauert Secker.

"Wenn die Mittelständler in die Aufbereitung ihrer Finanzunterlagen so viel Energie und so viel Liebe zum Detail stecken würden, wie in die Entwicklung ihrer Produkte, wären wir einen großen Schritt weiter. Da schlummert noch viel Verbesserungspotenzial".

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