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Technologieklau Datendiebe im Firmennetzwerk

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Gefahr durch Schadsoftware

Schadsoftware und Datenspionage sorgen jährlich für Schäden in Milliardenhöhe in deutschen Betrieben Quelle: dpa

Jeden Morgen muss die Angestellte die Newsletter verschiedener Unternehmen durchgehen, zusammenfassen und an den Chef weiterleiten. Dass an diesem Tag eines der angehängten Dokumente leer ist, wundert sie nicht. So etwas kann schon mal passieren. Erst später schlägt ein IT-Verantwortlicher Alarm. Eine Schadsoftware greift das Firmennetzwerk an, ausgehend vom Computer der Angestellten. Schnell ist der Träger des Schädlings gefunden: der vermeintlich leere Anhang. Auf der weißen Seite steht in weißer Schrift der Schadcode.

Clearaudio wurde damals durch so eine Schadsoftware angegriffen. Das Unternehmen hat aus dem Vorfall gelernt und rund 25.000 Euro in neue Schutzmechanismen investiert. Das ist günstig im Verhältnis zum Umsatz von mehr als fünf Millionen Euro und zu dem Schaden, der durch Spionage entstehen kann. Allein die Entwicklung des Magnetlagers hat etwa 350.000 Euro gekostet. Und einen Versicherungsschutz gegen Datendiebstahl gibt es nicht. „Man muss einmal Arbeit in die IT-Sicherheit investieren, und dann hat man fünf Jahre Ruhe“, sagt Suchy.

Bis An die Zähne Bewaffnet

Seine Mitarbeiter sind jetzt geschult und aufmerksam. Kunden steht ein gesonderter Computer ohne Zugang zum Firmennetzwerk zur Verfügung. Nicht jeder Angestellte hat volle Zugriffsrechte auf alle Daten. Für externe Speichermedien wie USB-Sticks steht ein separater Rechner bereit, bei allen Computern der Mitarbeiter sind USB-Anschlüsse gesperrt. Sensible Interna sind auf einem vom Internet abgekoppelten Computer gespeichert. „Wir sind bis an die Zähne bewaffnet“, sagt Suchy. Bei der Erstellung des Konzepts hat er sich vom Verfassungsschutz beraten lassen.

Clearaudio ist noch einmal davongekommen. „Wir haben den Chinesen einen Schlag versetzt“, sagt Suchy stolz, „die haben unser Patent nicht mehr angefasst.“ Die Plattenspieler kommen jetzt ausschließlich aus Erlangen. Nichtsdestotrotz produziert das chinesische Unternehmen munter weiter – nur eben nicht mehr kopierte Teile von Clearaudio.

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