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Trotz internationaler Krisen Wo der Mittelstand 2017 wachsen will

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Wachstumseinbußen durch Zahlungsausfälle


Im internationalen Vergleich sind die deutschen Mittelständler damit teils deutlich optimistischer als Unternehmer in anderen Märkten und erwarten mehrheitlich ein Umsatzwachstum in den kommenden zwölf Monaten. Gleichzeitig ist der Mittelstand im internationalen Vergleich häufiger von Zahlungsausfällen betroffen. Zwölf Prozent, so heißt es in der Studie, büßten hierdurch Wachstum ein.

„Trotz des positiven Ausblicks gibt es eine Reihe von kurz- und langfristigen Risiken“, kommentiert Andreas Dehlzeit, Geschäftsführer von Bibby Financial, die Analyse für Deutschland. „Der Fachkräftemangel, steigende Lohnkosten, Bestimmungen zu Zeitarbeitskräften und die Reform der Erbschaftssteuer stellen unmittelbare Herausforderungen dar.“ Investitionen werden zukünftig vor allem in die Mitarbeiterschulung und- entwicklung (62 Prozent) getätigt sowie für die Rekrutierung neuer Mitarbeiter eingeplant.

Schaut man über den deutschen Tellerrand hinaus, blicken die befragten Unternehmen in Deutschland und den anderen fünf betrachteten Märkten erheblich skeptischer auf die Entwicklung der globalen Wirtschaft. Nur zwölf bis 36 Prozent der Befragten gaben hier eine positive Einschätzung ab.

Was Sie noch nicht über Deutschlands Familienunternehmen wussten
BMW Quelle: dpa
DM-Tüte Quelle: dpa
Pizza Quelle: dpa
Aldi-Markt-Schild Quelle: dpa
Otto-Schild Quelle: dpa
VW-Logo Quelle: AP
Automobil-Herstellung Quelle: dpa

Dies ist vor allem auf internationale Krisenherde wie den Bürgerkrieg in Syrien zurückzuführen. Der Brexit spielte bei den Einschätzungen der Unternehmen hingegen nur eine untergeordnete Rolle.

Andreas Dehlzeit: „Die traditionell stark exportorientierte deutsche Wirtschaft hängt natürlich stark von den internationalen Absatzmärkten ab. Die weltweiten politischen und kriegerischen Konflikte sind daher eine potenzielle Belastung. Vor allem größere Mittelständler haben unserer Studie zufolge einen negativen Blick auf die Entwicklung der globalen Wirtschaft, was in ihrer tendenziell höheren Exportquote begründet liegt.“

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