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Unternehmensnachfolge DIHK-Chef Schweitzer warnt vor Firmensterben

Der Chef des DIHK warnt: Jedes Jahr schließen 5500 deutsche Betriebe, weil sich kein geeigneter Nachfolger findet. Dem Mittelstand gehen dadurch pro Jahr 32.000 Arbeitsplätze verloren - Tendenz steigend.

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Der Kondensstreifen eines Flugzeuges über einer Uhr Quelle: dpa
Hunderte Beschäftigte des insolventen Speicherchipherstellers Qimonda stehen gemeinsam in der Dresdner Arbeitsagentur in einer Schlange Quelle: dpa
Eine Frau schaut in die Ferne Quelle: Fotolia
Der Chemiker Dirk Kindervater kontrolliert den Produktionsablauf im neuen Werk der Firma Aventis Quelle: dpa/dpaweb
Der Allianz-Vorstandsvorsitzende Michael Diekmann Quelle: dpa/dpaweb
Eine Person bearbeitet eine Check-Liste Quelle: Fotolia
Der frühere Vorstandsvorsitzende des weltgrößten Chemieunternehmens BASF, Jürgen Hambrecht (r) und sein Nachfolger Kurt Bock Quelle: dpa

In einem Gespräch mit der Rheinische Post entwirft der neue Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Eric Schweitzer, ein unschönes Bild vom deutschen Mittelstand: Nach aktuellen Schätzungen des DIHK schließen in Deutschland jedes Jahr 5500 Betriebe, weil die Firmenbesitzer keinen geeigneten Nachfolger finden. Dadurch gehen jährlich rund 32.000 Arbeitsplätze verloren, zeigen Daten des Bonner Instituts für Mittelstandsforschung. "Die Unternehmensnachfolge wird zu einer immer größeren Herausforderung für den Mittelstand", sagt Eric Schweitzer. Vier von zehn Unternehmen hätten Schwierigkeiten, einen Nachfolger zu finden, heißt es in einem aktuellen DIHK-Report zur Unternehmensnachfolge.

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Einer der Gründe für dieses "alarmierende Firmensterben", wie Schweitzer sagt, seien die wachsende Angst vor der Selbstständigkeit und die damit verbundene Angst vorm Scheitern. "In Deutschland gibt es ein recht ausgeprägtes Bedürfnis nach Sicherheit", weiß Schweitzer. "Das hält viele qualifizierte Fachkräfte vom Schritt in die Selbstständigkeit ab."

Aus Sicht des DIHK tragen auch die Steuererhöhungspläne von SPD und Grünen zur Verunsicherung im Mittelstand bei. Ein Viertel der Unternehmen, die sich bei den IHKs beraten ließen, sehen dadurch den Übergang auf die nächste Generation gefährdet, so der DIHK-Report. "Sollte es zu höheren Steuerbelastungen kommen, stünden rund 18.000 Unternehmen mit bis zu 100.000 Arbeitsplätzen auf der Kippe - und das in jedem Jahr", warnt Schweitzer.

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Hinzu komme Finanzierungsprobleme, die zu späte Vorbereitung einer Nachfolgeregelung und die generelle Alterung der Gesellschaft: Es fehlt einfach an jungen beziehungsweise jüngeren Menschen, die die Unternehmen der Alten fortführen könnten. Und bei denjenigen, die in Frage kommen, besteht oft ein zu geringes Interesse daran, den Betrieb des Vaters fortzuführen oder es mangelt schlicht an der Qualifikation.

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