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Mobiles Internet Wie Apple und Google um die Herrschaft im Web kämpfen

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Handys werden Fernseher als Informationsgerät überholen

Grafik: Die weltweit am weitesten verbreiteten Informationstechniken

Dass die Entwicklung in diese Richtung unmittelbar bevorsteht, ist unter Experten unbestritten. „Von 2014 an werden mehr Mobilgeräte als Computer auf das Internet zugreifen“, prognostiziert Mary Meeker, Technologie-Chefanalystin der New Yorker Investmentbank Morgan Stanley. Damit werden Handys und Gadgets wie das iPad bis Ende des Jahrzehnts zum am weitesten verbreiteten Informations- und Kommunikationsgerät aufsteigen und sogar den Fernseher überholen.

Damit steht fest, was künftig das große Geld bringt in Telefonie und Computerei: die schönste Pforte ins Internet, der komfortabelste Zugang, die intuitivste Führung, die eingängigste Suchmaschine – oder eine geniale Kombination aus all diesen Elementen.

Vier IT-Supermächte treffen aufeinander

 Doch völlig offen ist, wer das Megageschäft an sich reißt. Denn erstmals treffen die vier Supermächte der Informations- und Kommunikationsbranche, die bisher ihre jeweiligen Metiers dominierten, direkt aufeinander:

Der finnische Nokia-Konzern ist mit großem Abstand Spitzenreiter unter den Handyherstellern und will diese Position auch im mobilen Internet behalten.Der US-Software-Gigant Microsoft, der wie kein anderer die Betriebssysteme für PCs beherrscht, will künftig auch das Geschehen auf Mobilgeräten steuern.Der amerikanische Suchmaschinenriese Google möchte weiter die Poleposition beim Surfen im Internet einnehmenApple wiederum, bislang Kult- und Technologiepionier der IT-Ära, strebt die Rolle erst recht im Mobilfunk an.

Wer jetzt Fehler begeht, fliegt aus dem Rennen

Aufeinander treffen damit zugleich diametral sich unterscheidende Geschäftsmodelle. Denn nur wer am erfolgreichsten den Eingang in die virtuelle Mobilwelt besetzt und die Kunden am besten über den Markt der ungeahnten Möglichkeiten führt, erhält ein erkleckliches Stück vom mobilen Kuchen, dessen Wert Marktforscher wie etwa die Unternehmensberatung Booz & Co. in einigen Jahren auf weit über 150 Milliarden Euro jährlich beziffern. Wer jetzt einen Fehler begeht, könnte schon bald für immer aus dem Rennen fliegen, wer nicht richtig schaltet, droht in der Zweit- und Drittklassigkeit zu versinken. Vor drei Jahren bescheinigte eine Exklusiv-Studie der WirtschaftsWoche Microsoft noch, die besten Chancen zu besitzen, zum König des Internets aufzusteigen. Heute kann davon keine Rede mehr sein.

Viele  Experten sind sich einig: Die besten Karten, zum Primus des mobilen Internets aufzusteigen, hat Apple. Der Computer- und Unterhaltungselektronik-Konzern mit dem angebissenen Apfel im Firmenlogo strotzt vor Umsatz und Profit. Allein im Weihnachtsquartal explodierten der Umsatz um fast ein Drittel auf knapp 16 Milliarden Dollar und der Nettogewinn auf 3,4 Milliarden Dollar – 50 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der große Kracher im Sortiment ist das iPhone – jenes Handy, das die Zukunft im mobilen Internet einläutete. Zwischen Oktober und Dezember 2009 verkaufte Apple fast neun Millionen iPhones – doppelt so viel ein Jahr zuvor.

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