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Mobilfunk Kein Plan B bei Nokia

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Hingucker und Handschmeichler

Halbherr jedenfalls ist überzeugt, dass bei Nokia „der Tiefpunkt erreicht ist“, wie der Wahl-Berliner im WirtschaftsWoche-Interview durchblicken lässt. „Wir werden auf einer extrem robusten Plattform zusammen mit Microsoft das dritte Betriebssystem für Smartphones etablieren“, prophezeit Halbherr. „Wir haben den Grundstein gelegt, dass es wieder aufwärts geht“.

Viel Zuversicht demonstriert auch Partner Microsoft. Es sei eine sensationelle Leistung, die Geräte in so kurzer Zeit auf den Markt zu bringen, lobt Manager Berg. Von den acht Monaten seit Nokias Entscheidung für Windows Phone entfielen laut Berg allein zwei Monate auf Tests bei den Mobilfunkbetreibern. „Die eigentliche Smartphone-Entwicklung hat also gerade mal ein halbes Jahr gedauert“, sagt Berg. „Das ist enorm.“

Alles Weitere muss jetzt die Vermarktungsmaschinerie der Finnen leisten. Immerhin, mit rund 650 000 Verkaufsstellen rund um den Globus verfügt Nokia immer noch über das umfassendste Distributionsnetzwerk aller Handyhersteller. Zudem begleitet Nokia die Markteinführung mit einer groß angelegten Werbekampagne, wie Insider berichten. Dabei lässt sich auch Microsoft nicht lumpen und gibt einen wichtigen Anteil am Gesamtbudget dazu.

Der Erfolg des neuen Smartphones ist extrem wichtig für die beiden Handy-Fußkranken Nokia und Microsoft: Sie sind auf Gedeih und Verderb aufeinander angewiesen. Immerhin, die Marktforscher von Gartner glauben, dass Windows Phone bis 2015 das Potenzial hat, mit einem Marktanteil von rund 20 Prozent zur Nummer zwei aufzusteigen – noch vor Erzrivale Apple. Entsprechend selbstbewusst gibt sich auch Microsoft-Manager Berg: „Wir haben entschieden, dass wir im Handymarkt erfolgreich sein werden, früher oder später. Wir brauchen keinen Plan B.“

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