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Mode-Unternehmer Bogner "Olympia-Bewerbung von München ist Riesenchance"

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Willy Bogner wirbt für die Quelle: AP

Wenn Sie wachsen wollen, speziell in den USA, müssten Sie es ja nicht allein versuchen – klopfen bei Ihnen Investoren an?

Wir bekommen regelmäßig Anfragen. Aber auch etwaige Partner müssten dieses Marktproblem lösen, und das geht nur mit sehr viel Geld. Meine Idee war immer, mit einem Kaufhauskonzern wie Neiman Marcus, Saks oder Nordstroms ein Joint Venture zu machen. Aber die haben alle Riesenprobleme in der Folge der Krise – es ist nicht die richtige Zeit, einen Partner zu finden.

Sie als überzeugter Familienunternehmer würden also Anteile verkaufen?

Ja, ich wäre bereit, Anteile zu verkaufen an Partner, die uns strategisch vorwärtsbringen würden. Das gilt auch für Lizenzpartner. Vorstellbar wäre etwa ein großer Duftkonzern, der mit Marken umzugehen weiß. Wir sind in einer komfortablen Position: Wir müssen weder verkaufen noch schneller wachsen, als wir wollen. Wir sind selbst mit einer Stagnation zufrieden, wenn der Gewinn stimmt – und das tut er.

Sie liebäugelten mit einem Börsengang.

Ja, wir haben darüber nachgedacht. Aber Gott sei Dank kam die Krise dazwischen. Das hat mir gezeigt, dass das nichts ist für uns. Nein, ich setze auf konstantes, stabiles Wachstum von 5 bis 15 Prozent pro Jahr, je nach Bereich, das alles sauber eigenfinanziert. Wir müssen unseren Umsatz nicht innerhalb von fünf Jahren verdoppeln.

250 Millionen im Jahr 2015 reichen?

Das würde reichen – und das sorgt dafür, dass ich neben meiner Arbeit Geschäftsführer für die Bewerbung von München für Olympia 2018 sein kann. Wäre der Druck im Unternehmen größer, ginge das bei dem Zeitaufwand nicht. Und der Olympiajob ist extrem reizvoll: Ich bin in Schwabing geboren, die Spiele hierherzuholen ist ein Lebenstraum.

Für die Bewerbung wollen Sie auf Steuergeld verzichten und brauchen dafür Geld von Unternehmen – BMW, Adidas und Lufthansa etwa sind an Bord. Reicht das?

Wir haben die Hälfte unseres Budgets von 30 Millionen Euro beisammen. Im Moment ist es auch für Konzerne dieser Größe nicht selbstverständlich, mal eben drei Millionen Euro beizusteuern. Trotzdem sind wir gerade in guten Gesprächen mit weiteren Unternehmen.

Was bringt eine Olympiabewerbung?

Das ist eine Riesenchance für das Land, für die Wirtschaft, den Tourismus, aber vor allem für die Menschen.

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