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Motorola-Übernahme Google schlägt im Patentkrieg zurück

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Google-Chefjurist David Quelle: REUTERS

Hintergrund war die Auktion um die Patente des insolventen Netzwerkwerkausrüsters Nortel. Google hatte fast eine Milliarde Dollar für die rund 6000 Patente und Patentanträge geboten, doch Apple, Microsoft, Sony und der Blackberry-Bauer Research in Motion (RIM) schlossen sich zusammen und zahlten mit 4,5 Milliarden Dollar mehr als das Vierfache. „Microsoft und Apple sind sich immer an die Kehle gegangen, wenn sie nun miteinander ins Bett steigen, muss man sich schon wundern“, kommentierte Drummond den Schritt im offiziellen Firmenblog - für einen Juristen ungewöhnlich deutliche Worte.

Nun dürfte Google für die nächsten Patentgefechte vergleichsweise gut gerüstet sein, der Preis dafür ist jedoch weit höher als 12,5 Milliarden Dollar. Das Unternehmen übernimmt 19.000 Motorola-Mitarbeiter und ein Hardwaregeschäft, das schon seit einiger Zeit keine großen Erfolge vorzuweisen hat.

Riskanter Zusammenschluss

Ob dieser Zusammenschluss funktioniert, muss sich erst zeigen. Auch der Bau eigener Geräte ist ein riskantes Unterfangen. Apple ist mit seinem Angebot von Geräten und Software aus einer Hand zwar gerade zum wertvollsten Unternehmen der Welt aufgestiegen, doch die Beispiele Nokia, Sony-Ericsson, RIM oder eben Motorola zeigen, wie schnelllebig und schwierig das Smartphone-Geschäft ist.

Bisher war Google mit seiner Strategie, Software für Partner wie Samsung oder HTC anzubieten, sehr erfolgreich. Zwar äußerten sich diese zunächst positiv und der Google-Kauf und ein besserer Patentschutz für Android könnte auch ihnen helfen. Doch wenn Google seinen bisherigen Partnern mit eigener Hardware Konkurrenz macht, muss sich zeigen, wie sich diese Allianz weiter entwickelt. Auf Larry Page kommt damit viel Arbeit zu, wirklich feiern können derzeit nur Motorola Mobility Chef Sanjay Jha und Carl Icahn. Großinvestor Icahn war es, der lange auf eine Abspaltung der Handy-Sparte gedrängt hatte. Er hält elf Prozent der Motorola-Mobility-Aktien und freute sich gestern über das Angebot, dass 63 Prozent über dem gestrigen Börsenwert liegt.

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