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„Neuanfang“ gefordert Thyssen-Aufsichtsräte drängen Cromme zum Rücktritt

Im Aufsichtsrat des ThyssenKrupp-Konzerns werden nach einem Zeitungsbericht Stimmen laut, die nach dem Umbau des Vorstands auch einen Rückzug von Aufsichtsratschef Gerhard Cromme fordern.

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Dem Aufsichtsratsvorsitzenden der ThyssenKrupp AG, Gerhard Cromme, fehlt es an Rückendeckung. Quelle: dapd

Düsseldorf Einige Aufsichtsräte der Kapitalseite drängten den seit 2001 als Vorsitzenden des Kontrollgremiums amtierenden Cromme dazu, Platz zu machen für eine Person, die nicht von der Vergangenheit des Mischkonzerns belastet sei, berichtete die Süddeutsche Zeitung am Freitag. Es müsse einen „Neuanfang“ geben, zitierte das Blatt einen der Aufsichtsräte. Eine Ablösung Crommes böte die Chance dazu. Ein ThyssenKrupp-Sprecher wollte sich nicht zu dem Bericht äußern.

Der Personalausschuss des Aufsichtsrates von ThyssenKrupp hatte am Mittwochabend mit der angekündigten Entlassung der Vorstände Olaf Berlien, Edwin Eichler und Jürgen Claassen Konsequenzen aus einer Serie von Unregelmäßigkeiten gezogen.

Das Kontrollgremium insgesamt kommt am Montag zusammen. Dabei wird es auch um den Abschluss des Geschäftsjahres 2011/12 (per Ende September) gehen, der am Dienstag in Essen vorgestellt werden soll. Dieser wird durch Stahlwerke in Übersee belastet, auf die bereits Milliarden-Abschreibungen vorgenommen werden mussten.

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