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Neue Medien "Verlage sollten bei Apples iPad den Ball flacher halten"

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Umsatzstruktur Bertelsmann

Wer entscheidet am Ende das Spiel?

Es wird in nächster Zeit noch vieles neu gemischt, die Märkte haben sich noch nicht gesetzt, und die Technologien entwickeln sich auch ständig weiter. Erst in zwei, drei Jahren werden wir sehen, wer als Sieger und wer als Verlierer aus diesem Spiel hervorgeht. Deshalb ist es unsere Strategie, überall angemessen dabei zu sein, damit wir zu den Siegern gehören.

Um mit den Medienriesen  mitzuhalten, muss Bertelsmann aber wachsen – bei Ihrem Amtsantritt vor zwei Jahren sprachen Sie von 30 Milliarden Euro Umsatz bis 2015. Heute ist es die Hälfte.

Ja, das habe ich damals gesagt – als niemand ahnte, was anschließend über die globale Wirtschaft hereinbrechen würde. Heute würde ich das sicher nicht mehr so formulieren; gedacht war das allerdings auch als ein Aufruf zur Arbeit, zum Ärmelhochkrempeln.

Statt zu wachsen, haben Sie Bertelsmann 2009 einen nie da gewesenen Sparkurs verordnet.

Ja, das war notwendig. Wir haben mit 2500 Einzelmaßnahmen über alle Bereiche hinweg eine Milliarde Euro eingespart. Heute stehen unsere Geschäfte gut da, wir haben unser Portfolio bereinigt. 2008 lagen wir erst in 77 Prozent unserer Teilmärkte mit unseren Unternehmen mindestens unter den ersten drei Anbietern. Heute gilt das für mehr als 90 Prozent.

Sie haben gute Quartalszahlen gemeldet. Dank niedrigerer Kosten oder zusätzlichem Geschäft?

Der Hebel ist sicher die niedrigere Kostenstruktur. In Kombination mit den sich langsam belebenden Märkten schlug sich das in den sehr guten Ergebnissen nieder. Es war richtig, dass wir uns von ertragsschwachen Geschäften getrennt haben. Das führte im ersten Quartal unter dem Strich zum besten operativen Ergebnis in der 175-jährigen Geschichte dieses Unternehmens.

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