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Neue Medien "Verlage sollten bei Apples iPad den Ball flacher halten"

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Medienkonzerne

Was brachte 2009 den größten Schub?

Die RTL Group verzeichnete eine starke Umsatz- und Gewinnentwicklung. Das gab dem ganzen Konzern Rückenwind. Aber auch die anderen Bereiche haben sich gut geschlagen, etwa Random House und Gruner + Jahr.

Wie entwickelt sich der Werbemarkt?

Der Werbemarkt war in den letzten beiden Monaten 2009 schon recht stark. Das hat sich fortgesetzt und dürfte für das erste Halbjahr insgesamt gelten. Über das zweite Halbjahr kann man jetzt noch nicht viel sagen. Bei vielen Unternehmen sind zwar Budgets vorhanden, aber noch nicht freigegeben. Ob das geschieht, hängt von den politischen und ökonomischen Rahmenbedingungen ab, auch davon, wie sich die Lage auf den Finanzmärkten entwickelt. Die Wirtschaft läuft ja sonst überwiegend gut in Europa, darum sollte hier in den wichtigsten Märkten der Werbeumsatz mindestens stabil sein.

Sorgt Sie nicht das Gewicht des TV-Geschäfts  an Ihrem Umsatz? Das hängt an der Werbung.

Nein, denn die RTL Group hat sich längst ein gutes Stück unabhängig gemacht von Werbeerlösen. Mittlerweile stammen rund 40 Prozent der Umsätze der Gruppe aus nichtwerbeabhängigen Geschäften wie jenen der Produktionstochter Fremantle Media, aus Merchandising oder auch E-Commerce. Die Gruppe ist bereits in sich so sehr diversifiziert, dass die RTL Group kein Klumpenrisiko für Bertelsmann darstellt: Würde es beim Werbegeschäft von RTL haken, risse das nicht das ganze Fernsehgeschäft mit.

Allerdings hat RTL am Programm gespart, das könnte sich bei den Zuschauern rächen?

Das sagen Sie. Ich bin sehr froh darüber, dass die Programmeinsparungen offenbar so intelligent umgesetzt wurden, dass RTL in Deutschland und anderen Ländern trotz des Sparkurses sogar noch Zuschauer hinzugewonnen hat...

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