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Nutzfahrzeuge VW-Vorstand Schaller: "Genug Arbeit für alle"

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Wie reagieren Sie auf die steigenden Stahlpreise darauf? Planen Sie Preiserhöhungen?

Die Aufgabe unserer Ingenieure ist es, auf solche Entwicklungen durch technische Lösungen zu reagieren. Man sollte deshalb jetzt nicht hektisch reagieren. Aber wenn die Preise für Stahl und auch für Energie weiterhin so hoch bleiben, werden auch wir die gestiegenen Kosten weitergeben müssen. Profitables Wachstum ist unser oberstes Ziel. Und daran rütteln wir nicht.

Sparmaßnahmen und Preissteigerungen allein helfen da sicher nicht.

Das Wachstum muss natürlich aus neuen Produkten und neuen Märkten kommen. Der Pick-Up ist dafür ganz wichtig, aber auch weitere Varianten unserer aktuellen Modelle. So wird es einen Caddy mit Allradantrieb geben und einen Crafter Bluemotion.

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    Ihr Wettbewerber Daimler investiert gerade 600 Millionen Euro in den Ausbau seiner Kapazitäten in Brasilien. Dort sind Sie Markt-führer. Erwarten Sie einen Preiskampf?

    Wir haben vor ein paar Monaten zum dritten Mal ein Investmentpaket von über eine Milliarde Reals für Brasilien verabschiedet, sodass wir in Summe mehr Geld investieren als Daimler. Wir sind in Brasilien Marktführer, weil wir spezifisch für diese Region Fahrzeuge entwickelt haben. Und ich bin sicher, dass wir die Position noch eine Weile behaupten können. Wir bauen sogar über Brasilien unsere Aktivitäten in anderen Ländern aus. Wir exportieren von dort aus in mehr als 30 Länder.

    Sie bauen dort unter anderem den 40-Tonner Constellation. Werden Sie den Schwerlaster auch in anderen Schwellenländer anbieten?

    Das wäre schwierig. Es gibt in unserem Geschäft keine Weltprodukte. Wir sind erfolgreich, weil wir jedes Produkt für einen speziellen Einsatzbereich konzipiert haben. Der Constellation, den wir auch als 57-Tonner bauen, ist beispielsweise nicht für Außentemperaturen von minus 30 Grad ausgelegt. Und China ist eine spezielle Region, die man ganz anders handeln müsste als Südamerika, Europa oder Nordamerika.

    Es bleibt also bei den bisherigen Märkten?

    Richtig. In Südamerika und auch Süd-afrika sind wir mit Bussen und Schwer-Lkw gut unterwegs. Wir werden dort in diesem Jahr über 50.000 Einheiten absetzen und damit einen ordentlichen Gewinn machen.

    Es gibt Gerüchte, dass Sie das Brasiliengeschäft an MAN verkaufen könnten.

    Ich will mich an solchen Spekulationen nicht beteiligen. Ich erkenne darin auch keine Logik.

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