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Nyse-Chef Niederauer Der Boss der neuen Super-Börse

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Die Börse in New York (New Quelle: AP

Duncan ist ein Börsen-Mann durch und durch. Der Vater eines autistischen Sohnes beschreibt sich selbst als besessen, was die Struktur des Aktienhandels angeht. Bei der New York Stock Exchange senkte er die Kosten, in dem er Stellen strich. Gleichzeitig ließ er neue Datenzentren in der Nähe von New York und London bauen, erhöhte die Einnahmen mit Datendiensten und Clearing und betonte den US-Derivatehandel stärker. Dennoch, seitdem er Ende 2007 das Ruder bei der Nyse übernahm, ist der Aktienkurs um fast die Hälfte eingebrochen.

Dass er ein guter Verkäufer ist, hat er bei der Präsentation des Zusammenschlusses der beiden Handelsplätze schon mal bewiesen. Locker und flockig mit viel Witz beantwortete er die bohrenden Fragen der internationalen Reporter zu der geplanten Mega-Fusion. Niederauer wurde nicht müde, zu betonen, dies sei doch gar keine Übernahme der Deutschen. Keiner werde den anderen dominieren. Er nannte den Zusammenschluss einen "historischen Schritt“. "Diese Fusion bringt uns in die führende Position bei der Innovation der Branche“, versprach Niederauer vollmundig. "Wir machen das schon.“

Hohes Gehalt

Bei einem Punkt ist Niederauer dem Management der Deutschen Börse jetzt schon voraus. Im Jahr 2008 zahlte die NYSE Niederauer insgesamt 6,78 Millionen Euro an Gehalt, im Jahr 2009 waren es immer noch 7,27 Millionen Dollar wie aus Bloomberg-Daten hervorgeht. Zum Vergleich: Reto Francioni, Chef der Deutschen Börse, verdiente 2008 gerade mal knapp die Hälfte. Francioni strich 2008 ein Einkommen von 3,56 Millionen Euro ein, 2009 waren es noch 2,47 Millionen Dollar.

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