WiWo App 1 Monat für nur 0,99 €
Anzeigen

Ölpest BP-Chef bringt US-Ausschuss zur Verzweiflung

Seite 2/2

Für einen weiteren Aufreger sorgte das Ausschussmitglied Joe Barton, der überraschend für BP Partei ergriff: „Ich schäme mich für das, was im Weißen Haus geschehen ist“, sagte er. Barton entschuldigte sich sogar bei BP. Der republikanische Kongressabgeordnete ließ keinen Zweifel daran, dass er den 20-Milliarden-Dollar Entschädigungsfonds, dem BP am Vortag zugestimmt hatte, für eine erpresserische Aktion der US-Regierung gegenüber BP halte. Ein Obama-Sprecher konterte umgehend:  Barton mache sich offenbar mehr Sorgen über große Unternehmen als über die Fischer und kleinen Geschäftsleute, deren Lebensgrundlage durch das Desaster zerstört worden sei. 

Hayward blieb strikt beim Konzept

Die Aktion von Barton offenbarte immerhin, wie einflussreich die Ölbranche war und möglicherweise immer noch ist. Der Abgeordnete aus Texas hat mindestens sechsstellige Wahlkampfspenden von der Energiebranche erhalten.

Selbst mit weiteren peinlichen Fakten konfrontiert, wich Hayward nicht von seinem Konzept ab. BP habe in den vergangenen fünf Jahren 760 mal gegen Sicherheitsvorschriften verstoßen, deutlich öfter als andere Ölkonzerne. Der Konzern habe deshalb 373 Millionen Dollar Strafe zahlen müssen. Wie er das erkläre, wurde Hayward gefragt. Die meisten dieser Verstöße seien vor seinem Antritt als Vorstandschef passiert, antwortete er, in den vergangenen drei bis vier Jahren hätte es seitdem große Veränderungen innerhalb der Gesellschaft gegeben. Den Bewohnern an den Küsten von Louisiana und Florida wird das kein Trost sein.

Inhalt
Artikel auf einer Seite lesen
Zur Startseite
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%