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Ölpest BP-Vorstand Iain Conn: "Wir haben uns geirrt"

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Der Chef Ihres US-Wettbewerbers Chevron sagte, das Unglück sei vermeidbar gewesen, ähnlich äußerte sich der Chef von Exxon Mobile. Haben sie recht?

Ich glaube nicht, dass BP in einer einzigartigen Lage ist. Die gesamte Branche ist mit ähnlichen Problemen konfrontiert, was Öllecks angeht. Und der US-Kongressausschuss hat das auch konstatiert.

Die neueste Schätzung besagt, dass bis zu 60.000 Barrel Öl am Tag aus der beschädigten Macondo-Quelle austreten – 60 Mal mehr, als BP zunächst schätzte. Wie kommt es zu dieser Differenz?

Das ist leicht zu beantworten: Keine dieser Schätzungen stammte von BP allein.

BP-Chef Hayward hat sich kritisch über Ihren Plattformbetreiber Transocean geäußert. Haben Sie die Geschäftsbeziehungen abgebrochen?

Nein. Festzuhalten bleibt, dass sowohl die beiden Ölplattformen, über die jetzt die Entlastungsbohrungen am Bohrloch im Macondo-Feld laufen, als auch das Schiff, das derzeit das abgesaugte Öl auffängt, Transocean gehören.

BP hat vor einigen Jahren in Deutschland die Aral-Tankstellen übernommen, eine wertvolle Marke und eine Perle. Würde es sich da nicht anbieten, Ihren schwer angeschlagenen Konzern als Zeichen eines Neuanfangs in „Aral“ umzubenennen?

Aral hat tatsächlich einen sehr guten Ruf, vor allem in Deutschland. Darauf sind wir stolz. Aber Spekulationen über einen neuen Markennamen für BP sind verfrüht und überflüssig. BP ist eine sehr starke Marke – auch heute noch. Klar, in den USA ist Schaden entstanden, aber wir werden sehen, wie sich das in Zukunft entwickelt. 

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