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Opel-Chef Nick Reilly "Gewinne wären die beste Werbung für die Marke Opel"

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Ist Opel den deutschen Autokäufern vielleicht zu bieder?

Überhaupt nicht. In allen anderen Ländern haben wir mit Opel in diesem Jahr Marktanteile dazugewonnen. Das zeigt, dass sich die Marke langsam erholt. Der deutsche Markt ist eben ein Sonderthema aufgrund der langen Debatten um staatliche Bürgschaften.

Mit ihren neuen Werbebotschafterinnen, den Sängerinnen Lena Meyer-Landrut und Katie Melua, zielen Sie in Deutschland vor allem auf junge, weibliche Kunden. Melua wirbt auch für den Ampera. Soll Opel zur Mädchen-Marke werden?

Katie Melua hat den Ruf, sich stark für den Umweltschutz zu engagieren. Sie ist beliebt als Sängerin und eine sehr starke Persönlichkeit. Deshalb glauben wir, dass sie eine gute Markenbotschafterin ist. Und wenn sie auf die Fans von Katie schauen, sind das mehr Männer als Frauen. Wir wollen mit der Marke Opel wieder vermehrt junge Menschen ansprechen.

Einer ihrer Hoffnungsträger ist das Elektroauto Ampera, der 2011 in Europa verkauft werden soll. Was erwarten Sie von dem Auto?

Der Ampera hat bereits jetzt jede Menge positive Resonanz erhalten. Doch die Verkaufszahlen werden in den nächsten Jahren eher gering sein. In Europa können wir im ersten vollen Jahr, also 2012, zwischen 12.000 und 15.000 Elektroautos verkaufen. Dabei erwarten wir, dass ein Großteil der Fahrzeuge an Flottenkunden gehen wird. Wir führen bereits vielversprechende Gespräche mit namhaften Großabnehmern.

Momentan wird der Ampera ausschließlich in den USA gefertigt. Wann holen Sie die Produktion nach Europa?

Ich würde gerne die zweite Generation des Ampera in Europa fertigen lassen. Das könnte im Jahr 2014 oder 2015 der Fall sein. Ich bin sicher, dass der Ampera von den Kunden gut angenommen werden wird. Sobald wir ein Verkaufsvolumen von 40.000 Fahrzeugen erreichen, wird eine Fertigung auch in Europa realistisch – in einem Werk, das bereits Autos vergleichbarer Größe herstellt.

Welche Werke kommen dafür in Frage?

Das britische Werk in Ellesmere Port könnte dafür geeignet sein, aber auch unsere polnischen Produktionsstätten oder Bochum.

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