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Opel-Rettung Was GM am Magna-Konzept nicht gefällt

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Inzwischen hat die Regierung in Washington sogar die klare Anweisung an GM gegeben: keine Unterschrift unter einen Vertrag mit Magna, solange nicht der Einfluss – und vor allem der Einblick – der russischen Seite gestoppt werde. Nun haben sich Magna und Sberbank zumindest bereit erklärt, dass die Anteile höchstens an GAZ oder an die Förderbank VEB weitergegeben werden, eine Art russische KfW.

Damit aber ist der Russland-Ärger nicht vorbei. Mit der Marke Chevrolet verdient GM vor und hinter dem Ural jedes Jahr 800 Millionen Dollar; Magna möchte sich das Geschäft gern einverleiben, obwohl dies nichts mit der Opel-Übernahme zu tun hat. GM wäre immerhin bereit zuzulassen, dass Händler beide Marken anbieten, die Che-vys aber nur auf Rechnung der US-Mutter.

Bund erhöht Druck - auch auf GM

Die Bundesregierung solle sich nun bemühen, Magna und Sberbank so weit wie möglich an die ursprünglichen Abmachungen zurückzuführen, verlangt die US-Seite. Auch der hessische Wirtschaftsminister Dieter Posch (FDP) fordert: „Es reicht nicht, nur in Washington zu verhandeln. Moskau ist genauso wichtig.“

Auch Vertreter von Bund und Ländern machten vergangene Woche noch einmal Druck. Nicht nur auf Magna und RHJI, sondern auch auf GM: Die Forderung nach höherem Eigenkapital gelte nicht nur für die neuen Investoren, sondern auch für GM selbst, das ja – je nach Konzept – mit 35 oder sogar 40 Prozent an der neuen Opel-Gesellschaft beteiligt bliebe.

Aus den USA tönt es inzwischen so: „Die Bundesregierung sollte sich nach Alternativen zu Magna umsehen und auch eine Insolvenz in Betracht ziehen“, mahnt einer der Amerikaner. Berlin und die Länder hätten sich zu sehr in die Ecke manövriert. „Das Magna-Angebot entspricht nicht der wirtschaftlichen Realität, sondern nur den deutschen Wünschen.“

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