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Piraterie Beluga-Reederei rüstet sich für Seegefechte

Die Bremer Beluga-Reederei nimmt jetzt bewaffnete Sicherheitsexperten an Bord, um sich beser vor Piratenüberfällen zu schützen.

Niels Stolberg Quelle: Pressefoto

WirtschaftsWoche: Der Maritime Koordinator der Bundesregierung, Hans-Joachim Otto, schlägt vor, den von Piraterie betroffenen Seeweg im Golf von Aden zu sperren. Was bedeutet das für Sie?

Stolberg: Ich wünschte mir, dass sich Herr Otto noch deutlich umfassender mit den Fragestellungen der zivilen Handelsschifffahrt befasst. Dieser Seeweg ist eine Hauptroute für Handelsschiffe, den wir 2011 voraussichtlich rund 200 Mal nutzen werden. Ein Umweg über Südafrika herum kann bis zu 500.000 Dollar pro Schiff extra kosten.

Warum erwarten deutsche Reeder Schutz von Deutschland, wenn ihre Schiffe unter fremder Flagge fahren? 

12 unserer 70 Beluga-Schiffe fahren unter deutscher Flagge. Um international wettbewerbsfähig zu sein, müssen wir einige Schiffe ausflaggen. Doch durch diese Ersparnisse kreieren wir zugleich die finanziellen Möglichkeiten, um in den Bereichen Nachwuchsförderung und Forschung außergewöhnlich stark engagiert zu sein.

Die MS „Beluga Nomination“ ist das jüngste von Piraten gekaperte Schiff Ihrer Flotte. Was ändern Sie?

Wir setzen jetzt auch privates Sicherheitspersonal ein. Andere Schiffe routen wir um das Kap der Guten Hoffnung um. Beide Maßnahmen kosten uns nur bis April einen zweistelligen Millionenbetrag zusätzlich.

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