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Privatbank Warum es bei Sal. Oppenheim weiterhin gärt

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Berater sorgen sich auch um das Schicksal der Auslandstöchter. In Österreich und Luxemburg soll der Name Sal. Oppenheim in der privaten Vermögensverwaltung verschwinden, die Aktivitäten werden mit der Deutschen Bank zusammengelegt. In der Schweiz dagegen soll die Marke erhalten bleiben. Insider bezweifeln, dass diese Lösung von Dauer ist.

Für Unruhe in der Kundschaft sorgt zudem erneut die Verbindung zum Immobilienunternehmer Josef Esch. Reiche Kunden hatten in Oppenheim-Esch-Immobilienfonds investiert, einige hatten dies über Kredite von Sal. Oppenheim finanziert. Zu ihnen gehört Ex-Arcandor-Chef Thomas Middelhoff, der sich mehr als 100 Millionen Euro von der Bank lieh und dafür kürzlich 50 Millionen Euro als zusätzliche Sicherheit hinterlegte.

Im Umfeld der Bank heißt es, dass diese Nachforderung ein Ausnahmefall sei. Da einige Fonds jedoch auch in Karstadt-Immobilien investiert haben, drohen Anlegern Verluste. Die Deutsche Bank hat zudem angekündigt, die Verbindung zu Esch zu kappen. Auch wenn die Bank angibt, dass sich für ihre Kunden nichts ändern soll, sorgen die Details der Trennung für Nervosität, heißt es im Bankumfeld.

Geräuschlos loswerden

Auch das Ende der Investmentbank verbessert nicht gerade die Stimmung. 2009 hatten einige Beschäftigte noch Halteprämien im hohen sechsstelligen Bereich kassiert, heißt es in Finanzkreisen. Nun will man sie möglichst geräuschlos loswerden. Einige wechseln in andere Abteilungen, andere zu Konkurrenten. Bei dem Rest setzt die Bank auf Abfindungen.

Inzwischen ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen ehemalige Verantwortliche der Bank wegen Untreue. Familienangehörige sollen zudem wegen ihrer Vermögensverluste Schadensersatzklagen gegen die frühere Bankführung vorbereiten.

Bei der ist wegen der Pleite bei Arcandor und der unvorteilhaften Konditionen der Übernahme allerdings wohl nicht mehr allzu viel zu holen. So müssen sich die Familienmitglieder denn wohl oder übel mit einer kölschen Lebensweisheit arrangieren, die da heißt: „Wat fott es, es fott.“

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