Produktion Lieferengpässe würgen Aufschwung ab

Eine exklusive Roland-Berger-Studie warnt: "Lieferengpässe bei wichtigen Waren gefährden den aktuellen Aufschwung". Demnach haben die Autoindustrie sowie der Maschinen- und Anlagenbau ein Nachschubproblem.

ARCHIV - Mitarbeiter des Quelle: dpa

Eine "teilweise prekäre Versorgungssituation" im produzierenden Gewerbe stellt eine Studie der Unternehmensberatung Roland Berger fest, die in den vergangenen drei Tagen erstellt worden ist und die wiwo.de vorliegt. Die Roland-Berger-Berater Thomas Rinn und Sebastian Durst befragten primär Einkaufsleiter von 19 produzierenden deutschen Unternehmen, vor allem aus der Automobilindustrie sowie dem Maschinen- und Anlagenbau, nach der aktuellen Versorgungssituation. Danach gefährden Lieferengpässe "den aktuellen Aufschwung", wie die Autoren der Sonderstudie warnen. Die enge Nachschubsituation betreffe laut Studie Elektronikkomponenten, Guß- und Schmiedeteile, Spezialstähle sowie Rohstoffe wie Silizium und Kautschuk.

Fast 80 Prozent der Unternehmen berichteten von einer "deutlichen Zunahme von Lieferengpässen in den vergangenen Wochen", schreiben die Berater von Roland Berger. 74 Prozent der befragten Einkaufsleiter sehen die Versorgungslage in den Produktion als "kritisch, beziehungsweise sehr kritisch" an. 

Damit werden "Produktionseinschränkungen wahrscheinlich", warnt die Studie. Die Spätfolgen des Vulkanausbruchs sbleiben hingegen gering: Fast 70 Prozent der Befrageten stellten "keine Störungen der Transportketten" fest. Als Gründe für die Engpässe führen die Autoren der Studie bei den Zulieferern auch "Kapazitätsreduzierungen während der Krise" und eine "bewusste Verknappungsstrategie" an, um "durch Zurückhaltung von relevanten Mengen die Preise stabil zu halten" beziehungsweise "zu erhöhen".

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