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Prototyp Boeing 747-8 Lufthansas wohlgehütetes Geheimnis

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Zwar sieht das Topabteil derzeit besonders wüst aus, weil hier noch die weiße Innenwand der Kabine fehlt. Aber das erlaubt einen Blick auf eine kleine Besonderheit, die außer Lufthansa derzeit keine andere Fluglinie hat: eine zusätzliche Schallisolierung, damit die First-Kunden, die immerhin bis zu 15 000 für einen Flug zahlen, möglichst wenig von Wind- oder Triebwerksgeräuschen gestört werden.  

Die wichtigste Neuerung der neuen 747-8 – die neue Business Class – ist derzeit nur im Obergeschoss eingebaut. Der Weg dahin führt zunächst durch noch leere Kabine, in der nur ein paar Testgeräte stehen. Das bringt die neuen Gepäckfächer besonders zur Geltung.

Die sind nicht nur einfache zur öffnen, weil sich das Schloss öffnet, egal ob man den Griff nach oben hebt oder nach unten drückt. Die Bins, wie Fachleute die Ablage nennen, sind auch deutlich größer, so dass ein Standard-Rollkoffer hochkant hinein passt. Damit haben auch Economy-Passagiere deutlich mehr Platz für ihr Gepäck und Späteinsteiger müssen ihre Trolleys seltener unter den Vordersitz drücken.

Ins neue Oberstübchen führt wie gewohnt eine Treppe. Auch die ist neu. Die bislang hässlich graue Stiege ist einem leicht bläulichen elegant geschwungenen Aufgang gewichen. Am vorderen Ende der Kabine stehen die neuen Sitze unter einer hässlichen blauen Plastikplane. Was darunter ist, will Buchholz nicht sagen. Aber wer ein wenig an der müllsackähnlichen Abdeckung fingert, erfühlt    eine vollständig flache Liege.

Das Obergeschoss dürfte für Vielflieger zur Beletage werden. Wegen der Schräge des Dachhubbels stehen die Sitze ein paar Zentimeter von der Wand entfernt. „Sonst würden sich viele Passagiere  beim Aufstehen leicht den Kopf stoßen“, sagt Buchholz. Da die Lufthansa ungern Platz verschenkt, hat sie zwischen Sitz und Wand ein paar kleine Gepäckfächer gebaut, auf die ruhebedürftige Reisende die Füße hochlegen können.

Der Weg nach draußen führt vorbei an weiteren Stühlen unter blauem Plastik: es sind die neuen Economystühle. Die Neuerungen sind freilich nicht zu erfühlen. Doch Buchholz sagt. „Die werden den Kunden mehr Komfort und mehr Platz bieten.“

Bis dahin haben freilich vor allem die Testpiloten etwas davon und die Freiwilligen, die an den Testflügen teilnehmen dürfen.

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