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Reiseportale Streit um Gütesiegel für fluege.de

Der Bundesverband der Verbraucherzentralen hat beim Landgericht Leipzig Unterlassungsklage gegen das Unternehmen Unister eingereicht wegen Nutzung des Gütesiegels "Verbraucherschutz.de - empfohlen Ausgabe 2011". Unister betreibt das Internetportal fluege.de.

Das Siegel verstoße gegen das Irreführungsverbot und dürfe nicht weiter zu Werbezwecken genutzt werden, heißt es in der Klageschrift. Die Selbstauskünfte der Unternehmen, auf denen das Prüfverfahren teilweise beruht, seien ungeeignet für eine objektive Bewertung. Gleichzeitig geht der VZBV auch gegen den Verein VBS Verbraucherschutz vor, der das Siegel herausgibt.

Mehrere Unister-Seiten betroffen

Betroffen von der Klage sind mehrere Internet-Seiten des Leipziger Unternehmens, das mit Reiseportalen mehrere Hundert Millionen Euro Umsatz im Jahr generiert. Unister nutzt das Siegel neben fluege.de für drei weitere Portale: ab-in-den-urlaub.de, geld.de und partnersuche.de.

Schon zweimal wurde den Leipzigern per Gerichtsbeschluss unlauteres Geschäftsgebaren untersagt, zuletzt Ende August: Der Bundesgerichtshof (BGH) entschied, dass Reisende bei der Buchung auf fluege.de sofort den Flugpreis einschließlich aller Nebenkosten erkennen können müssen. Erst später ersichtliche Zusatzkosten - wie beim Reiseportal fluege.de der Fall - seien nicht erlaubt. Bislang akzeptiert Unister die Entscheidung nicht und prüft eine Verfassungsklage. Ändert es seine Praxis aber trotz BGH-Beschluss nicht, drohen Ordnungsgelder von 250.000 Euro.

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