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Renault Der Fluch des billigen Autos

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Der einst so quirlige Konzern, der mit frischen Modellen wie Twingo und Van Espace Trends setzte, enttäuscht unter Ghosn durch eher langweilige Autos und verliert in Europa an Boden. Zwar ist Renault 2010 wieder in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt, doch die bescheidene Marge von 2,8 Prozent wurde durch die Abwrackprämie in Frankreich aufgebläht.

Das Negative überwiegt

Einziger Lichtblick ist die 44-prozentige japanische Tochter Nissan, die eine Rendite von 7 Prozent einfährt und etwa 30 Prozent zum Renault-Nettokonzerngewinn beisteuert. Während die Japaner beim Renault-Einstieg 1999 mit 2,4 Millionen Fahrzeugen etwa so viel wie die Franzosen produzierten, waren es 2010 mehr als vier Millionen. Renault stagniert seitdem. Nach dem Beben in Japan treffen fehlende Elektronikteile nun auch Nissan und Renault und führen zu deutlichen Produktionsrückgängen.

Klarer Nachholbedarf

Noch zehrt Ghosn von seinem Nimbus des Renault-Retters. Ihm gelang es, eine Allianz mit Daimler sowie eine Beteiligung am russischen Lada-Hersteller Avtovaz einzufädeln. Und auch beim Elektroauto, das Paris massiv fördert, prescht er voran. Doch unterm Strich überwiegt nach Ansicht vieler Branchenkenner das Negative. Renault neigt zum Billigheimer, der weder in den USA noch in Wachstumsmärkten wie China vertreten ist. Selbst leistungsfähige Motoren fehlen. "Da gibt es eine technische Lücke", sagt ein Renault-Manager, "wir haben klar Nachholbedarf."

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