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Renault Regierung muss Autochef stützen

Renault-Chef Carlos Ghosn steht wegen der Spionage-Affäre unter Beschuss. Für den Elektroautopionier könnte das auch negative Folgen im Chinageschäft haben.

Carlos Ghosn Quelle: REUTERS

Doch die französische Regierung will ihn halten. Sie befürchtet eine Destabilisierung des Unternehmens, an dem der Staat mit 15 Prozent beteiligt ist, wenn sie Ghosn schasst. Vor allem aber steht er für das von der Regierung massiv geförderte Programm für Elektroautos.

Im französischen Fernsehen musste der Renault-Chef vor wenigen Tagen einräumen, er sei einem Betrüger aufgesessen und habe die drei der Spionage verdächtigten Spitzenmanager zu Unrecht entlassen. Nach Ermittlungen der Staatsanwaltschaft treffen die Vorwürfe nicht zu. Bußeifrig verzichtet Ghosn auf seinen Renault-Bonus für 2010, der rund 1,6 Millionen Euro betragen hätte. Allerdings kassiert er den Bonus der Renault-Beteiligung Nissan – der ist um ein Mehrfaches höher. Ausgestanden ist die Affäre nicht.

Viele Mitarbeiter sind ihretwegen demotiviert. Das zu Unrecht der Spionage verdächtigte China ist erzürnt. Damit hat Renault kaum noch Chancen, dort zugelassen zu werden.

Auch die Rentabilität des Konzerns ist trotz Rekordverkäufen mager. Bei Nissan stehen wegen des Erdbebens in Japan teilweise die Bänder still.

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