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Sandwich-Kette Ein Leben nach Subway

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Grafik: Die größten Schnellimbiss-Ketten

Doch kurz vor der Eröffnung begannen die Probleme. Die Neu-Unternehmerin fühlte sich von der rigiden Vertragsgestaltung durch Subway gegängelt. Da wurde es ihr zu viel. Die resolute Frau beschloss kurzerhand, den Laden unter anderem Namen zu eröffnen.

„Starsub“ steht seither über dem gelben Haus mit dem schrägen Dach. Drinnen können sich die Kunden etwa ein Oregano-Parmesan-Brot mit Thunfischcreme oder gebratener Hähnchenbrust belegen lassen, obendrauf kommt so viel frisches Grünzeug, wie gerade hineinpasst, dazu ein kräftiger Schuss Sauce. Was wie Subway klingt, sieht auch sehr wie Subway aus.

Selbst den Subway-Bestseller Chicken Teriyaki gibt es bei Starsub. Vogler findet daran nichts Verwerfliches. Teriyaki sei schließlich eine klassische, japanische Marinade. Mit Suppen und dem neuen Frühstücksmenü grenze sie sich von Subway ab.

Subway kann Wettbewerb nicht verhindern

Das sah der Sandwich-Riese allerdings komplett anders. Gleich nach der Eröffnung 2007 klagte Subway gegen die Voglers wegen „Markenrechtsverletzung“ und „Nachahmung der Geschäftsidee“. Doch mit dem Vorwurf kam das Unternehmen nicht durch. Schon in der ersten Anhörung äußerte das Landgericht Erfurt deutliche Zweifel, Subway zog die Klage zurück. So wie McDonald’s mit Burger King lebt, muss sich auch Subway mit Wettbewerbern abfinden.

Im US-Heimatmarkt gibt es mit Mr.Sub, Planet Sub oder Submarina ohnehin seit Jahrzehnten ähnliche Anbieter. Und auch gegen die Verwendung des Begriffes „Sub“, den Subway für seine Baguette-Jause verwendet, ist der Konzern machtlos. Denn während „Sub“ hierzulande oft noch mit der Sandwich-Kette in Verbindung gebracht wird, verwenden ihn Amerikaner synonym für eine bestimmte Sorte Sandwiches – schon die italienischen Einwanderer nannten ihre belegten Baguettes „Submarino“, da sie in ihrer Form an U-Boote erinnerten.

Nun muss sich Subway auch in Deutschland mit Wettbewerbern, oft aus den eigenen Reihen, abfinden. Auch in Karlsruhe und Stuttgart werden belegte Brote inzwischen auch unter dem Namen FreshSub verkauft. In Kaiserslautern firmieren seit dem vorigen Jahr drei ehemalige Subway-Restaurants unter dem Namen New York Deli Sub. Ex-Subway-Lizenznehmerin Vogler hat den Spieß regelrecht umgedreht: Über mehreren ehemaligen Subway-Läden prangt nun ihr Starsub-Logo. Es gibt Ableger in Bremerhaven, Mülheim oder Hennigsdorf – sieben Läden sind es bundesweit.

Vogler nimmt dafür eine einmalige Gebühr von 1200 Euro sowie eine monatliche Aufwandsentschädigung, wie sie das nennt, von 300 Euro. Dafür können die Kooperationspartner auf das bestehende Konzept zurückgreifen, auf Vorlagen für Leuchtreklame, Werbezettel oder Speisekarten. Zudem vermittelt Vogler die Lieferanten. „Unser Konzept steht jedem offen“, sagt Vogler. Expansionspläne weist sie zwar von sich, doch vielleicht passiert das von allein, wenn sich bei Subway nichts grundlegend ändert.

Viel hängt für DeLuca von den Treffen in Deutschland ab. Seine Truppe arbeitet an einem Aktionsplan. Doch statt die drückenden Kosten zu senken, wurden kurzfristig nur unpopuläre Sandwiches von der Karte gestrichen. Die Lizenznehmer hoffen nun auf weitere Schritte: bessere Einkaufskonditionen, mehr Marketing und ein neues Management.

Roland Josch aus Neubrandenburg hat den Glauben an Subway jedoch aufgegeben. „Das nützt mir nichts mehr“, sagt Josch. Er schließt jetzt seinen Subway und eröffnet in vier Wochen einen neuen Laden um die Ecke. Einen Starsub.

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