Sanierungskonzept Magna: Opel soll 2011 Gewinn machen

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Roland Koch: GM und US-Regierung Standpunkt klar gemacht

Der hessische Quelle: AP

Deutschland hat sich bei der amerikanischen Regierung und bei General Motors massiv für das Opel-Sanierungskonzept des österreichisch-kanadischen Zulieferers Magna stark gemacht. Wie der hessische Ministerpräsident Roland Koch der WirtschaftsWoche sagte, habe man der amerikanischen Seite klar gemacht, dass öffentliche Mittel im Fall einer Entscheidung für das Konzept des Finanzinvestors RHJI nicht fließen werden. „In den Gesprächen mit GM ist der Ton jetzt etwas rustikaler geworden“, sagte Koch der WirtschaftsWoche. „Aber nun ist die deutsche Position dort auch verstanden worden. Vielleicht haben wir anfangs nicht ausreichend klar gesagt, wie ernst es uns ist.“ Man habe viel Mühe darauf verwenden müssen zu erklären, „dass es in Deutschland für einen Einstieg von RHJI keinen Konsens zur Finanzierung geben wird“.

Ministerpräsident rechnet mit Opel-Entscheidung noch vor der Bundestagswahl

Deutschland lasse sich von der amerikanischen Seite nicht unter Druck setzen. „Mit der Alternative RHJI oder Insolvenz ist Deutschland nicht erpressbar“, versichert Koch. „GM weiß, was sie an Opel-Europa haben.“ Auch aus Washington kämen inzwischen friedliche Signale. „Die amerikanische Regierung will keinen Streit mit Deutschland.“

Dabei drängt Koch auf eine schnelle Entscheidung. „Niemand will die Entscheidung bis nach der Bundestagswahl verschieben“, so Koch. „Die Zahlen von GM besagen, dass jeden Monat 100 Millionen Euro verbrannt werden. Auch GM hat deshalb ein Interesse, dass die Restrukturierung so schnell wie möglich beginnt.“

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