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Schienenverkehr Auslandskonkurrenz knöpft sich Staatsbahn SNCF vor

In einem Brief an den EU-Verkehrskommissar klagen Konkurrenten der französischen Staatsbahn SNCF über die Behinderung des Wettbewerbs in Frankreich.

Bahn-Chef Grube (links) und SNCF-Chef Pepy Quelle: LAIF/LE FIGARO

Seit Beginn dieses Jahres ist der Bahnverkehr innerhalb der EU liberalisiert – theoretisch. In der Praxis setzt die französische Regierung alles daran, das Monopol der hoch defizitären Staatsbahn SNCF im eigenen Land so lange wie möglich zu erhalten. Dagegen laufen die europäischen Konkurrenten, darunter die Deutsche Bahn, Sturm. In einem Brief an EU-Verkehrskommissar Siim Kallas klagen sie über die Blockadehaltung der französischen Regierung und eine nur „virtuelle Marktöffnung“.

„Die Regierung tut alles, um Konkurrenten des Monopolisten zu behindern und Einstiegsbarrieren zu errichten“, beschwert sich der Bahnverband Afra, dem neben der Deutschen Bahn auch das französische Unternehmen Véolia Transport und der italienische Staatskonzern Trenitalia angehören. Paris hat immer noch nicht das Dekret mit den Wettbewerbsbedingungen für den grenzüberschreitenden und den Regionalverkehr veröffentlicht.

Zudem kann die geplante Regulierungsbehörde ihre Arbeit nicht aufnehmen: Sie hat weder Personal noch einen Vorsitzenden. Dagegen expandieren französische Bahnkonzerne, auch die staatseigene SNCF, längst ins Ausland, auch nach Deutschland.

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