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Schifffahrt TUI will sich von Traditions-Reederei Hapag Lloyd trennen

Spekulationen gab es seit Tagen, ernsthaft damit gerechnet hatten die wenigsten: Heute jedoch hat der Reise- und Schiffahrtkonzern TUI überraschend dem Druck von Großaktionären nachgegeben und will sich nun von seiner Reederei-Tochter Hapag Lloyd trennen. Deutsche Investoren wollen einspringen, um einen Verkauf des Hamburger Traditionsunternehmens Hapag-Lloyd ins Ausland zu verhindern.

Ein Schiff der Reederei Quelle: AP

Der Reise- und Schifffahrtskonzern TUI will eine Trennung von der Containerschifffahrt vorbereiten. Dies hätten Vorstand und Aufsichtsrat entschieden, erklärte das Unternehmen am Montag nach einer Aufsichtsratssitzung in Hannover. Es sollen alle Optionen wie Spin-off, Merger oder Verkauf der Containerreederei Hapag-Lloyd als Ganzes geprüft werden. Dabei seien die Interessen der Anteilseigner sowie der Beschäftigten angemessen zu berücksichtigen.

Zugleich werde der Vorstand beauftragt, weitere Wachstumsoptionen zum Ausbau des touristischen Geschäftes aufzuzeigen, hieß es. Weitere Informationen kündigte der Konzern für seine Bilanz-Pressekonferenz und Analysten-Konferenz zum Geschäftsjahr 2007 morgen an.

Schon seit gut einer Woche hieß es, die Konzernspitze der TUI AG sei von ihrem ursprünglichen Kurs abgewichen und wolle auf der Aufsichtsratssitzung eine Zerschlagung in die Schifffahrts- und die Tourismussparte vorschlagen. Angestoßen hatte die aktuelle Diskussion der norwegische TUI-Großaktionär und Reeder John Fredriksen, der derzeit gut fünf Prozent der Anteile hält.

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