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"Schmerzhafte Entscheidung" HP-Chef Hurd tritt nach Belästigungs-Vorwürfen zurück

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Vorläufige gute Quartalszahlen - Umsatz und Gewinn stiegen - und eine Erhöhung der Prognose für das restliche Geschäftsjahr gingen in dem Trubel unter. „Die vorläufigen Zahlen unterstreichen unsere Stärke“, sagte Interimschefin Lesjak. Sie versuchte, die Börsianer zu beruhigen: „Mark war ein starker Kopf, aber er hat die Initiativen am Ende nicht alleine gefahren, es war die ganze Organisation.“

Hurd hatte sich im Laufe seiner Karriere das Attribut des „Costkillers“ erarbeitet und massive Sparprogramme beim IT-Konzern durchgesetzt Er hatte HP in seinen Jahren als Chef breiter aufgestellt mit einem starken Servicegeschäft und damit die Abhängigkeit von Druckern und Computern verringert, deren Preise jedes Jahr weiter fallen.

Schon im Herbst 2006 hätte ein Abhörskandel den Vater zweier Töchter fast den Chefsessel gekostet: Immer wieder tauchten interne Informationen des Konzerns in den Medien auf. Board-Chefin Patricia Dunn ließ daraufhin Mitglieder des Verwaltungsrats bespitzeln, um die undichten Stellen zu entdecken. Hurd muss einem Kontrollausschuß erscheinen – und einräumen, dass habe von den Vorgängen gewusst habe. Trotzdem überstand er die Affäre damals unbeschadet.

Mark Hurd

1957 Er wird in New York City geboren.

1979 Mark Hurd schließt sein Wirtschaftsstudium an der Baylor University in Texas ab.

1980 Hurd fängt nach kurzer, ruhmloser Karriere als Tennisprofi bei NCR als Vertreter an.

1999 Er wird Chef der NCR-Tochter Teradata. Im Jahr 2001 steigt er zum Präsidenten von NCR auf. Ein Jahr später wird er Chief Operating Officer des IT-Konzerns.

2003 Er übernimmt im März den Vorstandsvorsitz auf dem Tiefpunkt von NCR und saniert den Konzern.

2005 Mark Hurd wird neuer Chef des US-Computerkonzerns Hewlett-Packard.

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