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Soffin Staat zahlt drei Milliarden bei Hypo Real Estate ein

Die Sanierung der inzwischen verstaatlichten Immobilienbank erfordert eine neuerliche Geldspritze des Staates über drei Milliarden Euro zugunsten von Rücklagen. Das war aber noch nicht das letzte Mal.

ARCHIV - Das Logo des Quelle: AP

Der Bund greift der maroden Immobilienbank Hypo Real Estate (HRE) abermals unter die Arme. Über den staatlichen Bankenrettungsfonds SoFFin erhalte die Bank weitere drei Milliarden Euro frisches Geld, teilte die HRE am Mittwochabend mit. Bereits im Sommer hatte der Bund die gleiche Summe in die mittlerweile komplett verstaatlichte Bank gesteckt, insgesamt wären es dann sechs Milliarden Euro.

Der aktuelle Kapitalisierungsschritt sichere die „unmittelbare Geschäftstätigkeit“ der HRE, erklärte der SoFFin. Zudem habe der Rettungsfonds die Liquiditätsgarantien in Höhe von 52 Milliarden Euro bis zum 30. Juni 2010 verlängert, hieß es weiter. Die Verlängerung erfolge zu den bisherigen Konditionen. Insgesamt wird das Münchner Institut mittlerweile mit Garantien von 100 Milliarden Euro künstlich am Leben erhalten.

Rücklagen erhöht

Die Kapitalzuführung von drei Milliarden Euro solle auf Ebene der Hypo Real Estate Holding AG (HRE Holding) und der Deutsche Pfandbriefbank AG (Deutsche Pfandbriefbank) erfolgen, hieß es. In die Rücklage der HRE Holding zahlt der Soffin demnach 700 Millionen Euro ein, davon leite die HRE Holding zunächst 300 Millionen Euro an die Depfa Bank durch Einzahlung in die Rücklagen weiter. Bei der Deutsche Pfandbriefbank zahle der Soffin 1,3 Milliarden Euro in die Rücklagen ein und eine Milliarde Euro werde als stille Einlage geleistet. Die Kapitalzuführung über die stille Einlage bedarf demnach aus aktienrechtlichen Gründen noch der Zustimmung des Aufsichtsrats.

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