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Softdrinks Red Bull zettelt Cola-Krieg an

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Gummibärchen-Brause wird immer populärer

Die Geschichte von Red Bull begann vor knapp 25 Jahren. Während einer Thailand-Reise entdeckte Mateschitz, damals noch als Marketingmanager für die Zahnpastafirma Blendax unterwegs, einen Energydrink mit dem Namen Krating Daeng (Roter Stier). Kurze Zeit später erwarb Mateschitz die Lizenzrechte, tat sich mit dem thailändischen Geschäftsmann Chaleo Yoovidhya zusammen und gründete Red Bull. Der Thailänder und sein Sohn halten 51 Prozent am Unternehmen, den Rest der Österreicher. Selbst die Minderheitsbeteiligung verleiht Mateschitz’ Vermögen Flügel. Das US-Magazin „Forbes“ taxiert das Vermögen des Firmenchefs auf rund 2,5 Milliarden Euro.

Als klebriger Beschleuniger der zuckenden Techno-Jugend der Neunzigerjahre setzte sich der Trunk, häufig gestreckt mit Wodka, weltweit durch. Bedenken der Gesundheitsbehörden in mehreren Ländern machten die Gummibärchen-Plörre nur noch populärer. Red Bull ist heute die wertvollste Marke Österreichs. Das European Brand Institute schätzt den Wert auf gut zwölf Milliarden Euro. Was der 64-jährige Mateschitz jedoch für untertrieben hält: „Gemessen an unserem Potenzial, wäre das Sechsfache des Umsatzes eine vernünftige Bewertung, dann würde unser Firmenwert bei etwa 30 Milliarden US-Dollar liegen.“

Gut ein Drittel des Umsatzes von drei Milliarden Euro steckt Mateschitz in Marketing und Werbung. Von den 4600 Mitarbeitern füllt niemand Dosen ab – das erledigt der österreichische Getränkehersteller Rauch. Das Red-Bull-Personal kümmert sich vor allem um Entwicklung, Verkauf und Marketing. Allein für den Formel-1-Rennstall Red Bull Racing arbeiten in England 600 Leute.

Und? Wie schmeckt Red Bull Cola? An flüssige Haribo-Colafläschchen fühlen sich die einen erinnert, andere an in Dosen gefülltes Cola-Wassereis von Langnese. Über Geschmack lässt sich trefflich streiten, und daher wird jeder Test so unterschiedlich ausfallen wie beim Energydrink Red Bull: Entweder folgt exzessiver Genuss. Oder ein angewidertes „Nie wieder!“.

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