WiWo App 1 Monat für nur 0,99 €
Anzeigen

Sportwagenbauer Porsche: Neue Hinweise auf mögliche Marktmanipulation

Seite 2/2

Porsche weist wie zu erwarten den Vorwurf der Marktmanipulation zurück

„Die Aussage, wonach die Beteiligung auf keinen Fall die Schwelle erreicht, bei der Porsche ein öffentliches Angebot zur Übernahme von Volkswagen abgeben müsste, steht nicht im Widerspruch dazu, dass Porsche bereits vor dem Einstieg bei VW diverse Szenarien für den Beteiligungserwerb geprüft hat“, heißt es in einer Stellungnahme aus Stuttgart.

Am 25. September 2005 hättten Vorstand und Aufsichtsrat der Porsche AG entschieden, dass sich die Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG mit rund 20 Prozent des stimmberechtigten Kapitals an der Volkswagen AG beteiligen werde. „Inhalt der Beschlüsse war es, dass die Beteiligung auf keinen Fall die Schwelle erreichen durfte, bei der Porsche ein öffentliches Angebot zur Übernahme von Volkswagen hätte abgeben müssen.

Die Pressemitteilung vom 25. September 2005 gab somit die seinerzeitige Beschlusslage und Absichten zutreffend wieder. Sie steht auch nicht im Widerspruch zu der Tatsache, dass Porsche bereits vor dem Einstieg bei VW diverse Szenarien für den Beteiligungserwerb geprüft hatte und dies auch danach fortlaufend getan hat.

Es gehört zum pflichtgemäßen unternehmerischen Vorgehen, dass mögliche unternehmerische Strategien geprüft werden“, argumentiert der Sprecher von Porsche SE. Für Schadensersatzansprüche gegen Porsche wegen angeblicher Marktmanipulation gebe es deshalb „keine Grundlage“.   

Sollten Wiedeking und Härter allerdings eine Marktmanipulation nachgewiesen werden, könnten auf die Porsche SE und damit den neuen Eigentümer Volkswagen Schadenersatzforderungen in Milliardenhöhe zukommen.

Denn Privatanleger und Investmentfonds haben durch Kursturbulenzen, die durch die möglichen Manipulationen ausgelöst worden sein könnten, Milliarden Euro verloren.

Die Münchner Anwaltskanzlei CLLB vertritt gemeinsam mit einer internationalen Kanzlei „mehrere deutsche und ausländische institutionelle Anleger, die Ansprüche auf Ersatz in Milliardenhöhe haben“, wie CLLB-Anwalt Franz Braun gegenüber der WirtschaftsWoche bestätigte.

Weitere Kanzleien in Deutschland bereiten nach Informationen der WirtschaftsWoche Klagen in ähnlicher Höhe vor.

Inhalt
Artikel auf einer Seite lesen
Zur Startseite
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%