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Sportwagenbauer Wie Matthias Müller die Marke Porsche aufpolieren will

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Für den ehemaligen Audi-Manager Müller ist das jedoch Schnee von gestern. Auf einer Betriebsversammlung in Zuffenhausen und auch im Gespräch mit Betriebsratschef Uwe Hück konnte er den Porsche-Beschäftigen die Angst vor einem Rachefeldzug nehmen. Nun will er Misstrauen in Vertrauen umwandeln.

Winterkorn ist dieser Kurs sehr wichtig: „Wir agieren in Stuttgart nicht so wie damals einige Porsche-Leute bei uns. Wir wollen und werden zusammenarbeiten“, sagte er vergangene Woche dem „Spiegel“. Zusammen mit Winterkorn hat Müller kürzlich an einem Top-Management-Meeting teilgenommen. Die Gespräche mit den Porsche-Managern, heißt es, seien exzellent gewesen. Und auch in den Porsche-Werken scheint man sich damit abgefunden zu haben, nunmehr als zehnte Marke zum Volkswagen-Konzern zu gehören. „Die Stimmung hier“, findet Müller, „ist inzwischen richtig gut.“

3:1 gegen Winterkorn

Was nicht heißt, dass bei Porsche bereits alles wieder rund läuft: Die Neupositionierung der Marke und die Neuausrichtung des Unternehmens haben gerade erst begonnen. Müller hat in den Jahren bei Audi und VW gelernt, zuzuhören, Informationen aufzusaugen, Schlüsse zu ziehen und die Konzepte anschließend auch gegen Widerstände durchzuboxen.

Mit Winterkorn versteht sich Müller prächtig, die gemeinsamen Jahre bei Audi und VW haben sie zu Vertrauten gemacht. Was aber nicht heißt, dass die beiden Ingenieure bei Produktentscheidungen immer einer Meinung sind und waren: Im internen, freundschaftlich-kollegialen Kräftemessen steht es nach Müllers Rechnung 3:1. Bei der Entscheidung, den Audi-Minivan A2 auslaufen zu lassen, hatte Müller gegen den intellektuellen Sparringspartner den Kürzeren gezogen.

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