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Stahlbranche ThyssenKrupp kämpft mit neuen Problemen in Brasilien

Kaum drei Wochen im Amt erreichen ThyssenKrupp-Chef Heinrich Hiesinger schon Hiobsbotschaften.

Heinrich Hiesinger Quelle: Picture-Alliance/DPA

Das neue Stahlwerk in Brasilien, in das der Konzern zehn Milliarden Euro investiert hat, darf die Produktion nicht hochfahren. Noch auf der Hauptversammlung im Januar hatte Hiesingers Vorgänger Ekkehard Schulz verkündet, dass „die brasilianischen Hochöfen im Frühjahr 2011 auf 100 Prozent ihrer Kapazität hochgeregelt“ würden.

Derzeit liege sie bei 70 Prozent. Doch jetzt macht der Umweltdirektor des brasilianischen Stahlwerks dem Konzern einen Strich durch die Rechnung.

„Infolge von Vorfällen mit Grafit- und Eisenstaubemissionen“ in den Wohnvierteln rund um das Stahlwerk sei die Kapazität auf „60 Prozent reduziert worden“, sagte Luiz Claudio Ferreira Castro der brasilianischen Wirtschaftszeitung „Valor conômico“. Daran werde sich so schnell nichts ändern.

Ein Sprecher der ThyssenKrupp-Zentrale in Essen erklärte die Abweichungen mit „normalen Schwankungsbreiten“ beim Start des Betriebs. Die Verzögerung dürfte sich allerdings auch auf die neuen Veredelungswerke von ThyssenKrupp im US-Bundesstaat Alabama auswirken. Dorthin soll die brasilianische Tochter Vormaterial liefern, sogenannte Brammen. Stockt der Nachschub, muss das Werk in Alabama die Brammen teuer auf dem Weltmarkt zukaufen.

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