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Stellenabbau Deutschlands größte Jobkiller

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BMW tritt auf die Jobbremse: Minus 8100 Stellen

BMW-Chef Norbert Reithofer: Quelle: AP

Auf der Hauptversammlung Anfang Mai dieses Jahres machte Norbert Reithofer ein bemerkenswertes Eingeständnis: Die Entwicklung des Autobauers sei im vergangenen Jahr „keine Erfolgsstory“ gewesen.

Solch ehrliche Worte bekommt man in Deutschland nur selten von Vorstandschefs zu hören. Reithofer hatte allerdings ein Rezept gegen sinkende Margen und fallende Aktienkurse im Gepäck: Ein striktes Renditeprogramm soll BMW wieder auf Trab bringen.

Dazu gehört auch ein kräftiger Trittt auf die Jobbremse: Bis Jahresende will BMW 8100 seiner insgesamt 108.000 Stellen abbauen, einen Großteil davon in Deutschland. Die Pläne dafür sind Februar dieses Jahres bekannt – und auch sie sollen von den so genannten „sozialverträglichen Maßnahmen“ begleitet werden.

Blauer Brief für Zeitarbeiter

In einem Punkt unterscheidet sich BMW allerdings von den anderen Kahlschlägern: Reithofer setzt den Rotstift vor allem bei den Zeitarbeitern an.

Rund 5000 der Zeitarbeitsstellen fallen bis Ende Dezember weg. Bei den festangestellten Mitarbeitern will Reithofer 2500 Jobs einsparen, im Ausland sollen 600 Stellen im Vertrieb wegfallen.

Doch offenbar reicht selbst dieses Sparprogramm nicht aus, um die Gewinnziele zu halten: Anfang August musste BMW seine Gewinnprognose um 1,5 Milliarden Euro senken.

Die Gründe dafür klingen wie aus dem Lehrbuch: Ölpreisschock, Einbruch auf dem US-Markt, explodierende Rohstoffpreise. Nun scheint etwas möglich, was vor kurzem noch undenkbar schien: BMW will angeblich mit Erzkonkurrent Mercedes kooperieren.

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