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Stratkraft Norwegische Seen könnten deutschen Ökostrom speichern

Der norwegische Stromkonzern Stratkraft will künftig überschüssigen grünen Strom aus Deutschland in norwegischen Stauseen speichern.

"Deutschland wird mit Windrädern oder Solaranlagen oft mehr Strom produzieren, als das Land verbraucht. Wir können diesen Überschussstrom speichern, indem wir mit elektrisch betriebenen Pumpen Wasser in unsere Stauseen hinaufbefördern. Herrscht in Deutschland Windstille, lassen wir das Wasser wieder ab und treiben Turbinen und Generatoren an", sagt Stratkraft-Vorstandsmitglied Steinar Bysveen im Interview mit der WirtschaftsWoche.

Bis 2020 benötigt Deutschland für seinen Ökostrom neue Speicher mit einer Leistung von sieben Gigawatt (GW) – doppelt so viel wie heute. Bysveen: "Wir können dem Ausland bis zu 20 GW Leistung liefern, allein mit bestehenden Wasserkraftwerken. Wenn wir stärkere Generatoren installieren und die Stauseen zu Pumpspeicherkraftwerken aufrüsten, steigt die Leistung noch deutlich. Und das wären überschaubare Investitionen."

Laut Bysveen sind die norwegischen Reservoirs riesig, groß genug für den Bedarf der kommenden Dekaden. "Allein unser größter Stausee, der Blåsjø-See, speichert 7,8 Terrawattstunden. Pro Stunde sinkt sein Pegel höchstens um einen Zentimeter – erst nach 500 Tagen wäre er leer", so Bysveen. Deutschlands  überschüssiger Strom soll durch die Nordsee nach Norwegen geleitet werden. Allerdings räumt Bysveen im Gespräch mit der WirtschaftsWoche Probleme beim Bau einer der beiden geplanten Stromautobahnen ein. So sind beim Leitungsprojekt NorGer alle Partner bis auf den norwegischen Netzbetreiber Statnett abgesprungen. Bysveen: "Das ist ein Problem, das nur Statnett lösen kann. Wir hoffen, dass sie alles tun, um das Projekt zu beschleunigen."

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