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Studie Chefs der Dax-Vorstände meist mit deutschem Pass

Nur fünf der 30 Chefs deutscher Börsenschwergewichte besitzen eine ausländische Staatsangehörigkeit. Insgesamt sind die Vorstandsetagen aber internationaler geworden.

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Der Studie zufolge werden sieben Dax-Konzerne ausschließlich von deutschen Vorständen geführt. Quelle: dpa

An der Spitze der deutschen Börsenschwergewichte stehen fast ausschließlich deutsche Manager. Das geht aus einer Studie des Beratungsunternehmens Simon-Kucher & Partners hervor. Aktuell besitzen fünf der 30 Vorstandschefs einen ausländischen Pass (Stichtag 20. August).

„Hier kommen die Unternehmen nicht vom Fleck, der Trend ist sogar eher negativ“, sagte Studienautor Christoph Lesch von Simon-Kucher & Partners. In der Vergangenheit hatte es zeitweise zehn ausländische Vorstandsvorsitzende von Dax-Konzernen gegeben. Insgesamt sind die Vorstandsetagen in den letzten Jahren aber internationaler geworden.

Aktuell haben fünf Vorstandschefs einen ausländischen Pass: Kasper Rorsted (Adidas/Dänemark), Ola Källenius (Daimler/Schweden), Rice Powell (Fresenius Medical Care/USA), Steve Angel (Linde/USA) sowie Niklas Östberg (Schweden), Vorsitzender von Delivery Hero. Der Essenslieferdienst steigt an diesem Montag in die höchste deutsche Börsenliga auf und ersetzt den insolventen Wirecard-Konzern.

Insgesamt haben 61 der 180 Vorstandsmitglieder der 30 Dax-Firmen eine ausländische Staatsangehörigkeit. Es ist das vierte Jahr in Folge ein Anteil von mehr als 30 Prozent, im Vergleich zum bisherigen Höchststand von rund 35 Prozent im vergangenen Jahr allerdings ein leichter Rückgang auf knapp 34 Prozent.

Den höchsten Ausländeranteil im Vorstand weist mit 100 Prozent Delivery Hero auf. Das Unternehmen verfügt allerdings auch nur über zwei Vorstände. Fresenius Medical Care mit seinem achtköpfigen Führungsgremium kommt auf knapp 88 Prozent.

Ausschließlich von deutschen Vorständen geführt werden den Angaben zufolge sieben Dax-Konzerne – Continental, Eon, Infineon, MTU Aero Engines, RWE, Siemens und Volkswagen.

Die meisten Nationalitäten vereint nach wie vor der Versicherungskonzern Allianz im Vorstand. Drei von zehn Topmanagern stammen aus Deutschland, je zwei aus Österreich und Italien, je einer aus Spanien und Sri Lanka sowie eine Top-Managerin aus Südafrika. Die Studie wird in dieser Form seit 2005 jährlich veröffentlicht.

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