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Taxigewerbe New Yorker Taxi-Lizenzen sind die weltbeste Geldanlage

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"Die Amerikaner sind ein Taxi-Volk"

Taxifahrer warten auf Quelle: dpa

Überdies ist der deutsche mit dem amerikanischen Markt kaum zu vergleichen: In den USA ist die Taxibranche geprägt von Konzernen, die oftmals eine ganze Flotte führen. In Deutschland dagegen dominiert das "Ein-Taxi-Unternehmen", der selbst fahrende Unternehmer. Von den insgesamt 22.418 Betrieben unterhalten 72 Prozent einen Wagen. Nur knapp 14 Prozent betreiben drei und mehr Fahrzeuge.

Insgesamt sind in Deutschland knapp 50.000 Taxen unterwegs. Die Zahl ist leicht rückläufig. "Die Amerikaner sind ein Taxi-Volk. In Deutschland dagegen geben viele Betriebe auf", sagt der Sprecher des Taxiverbandes Deutschland, Josef Mengeler. "Reich wird man mit einem Taxibetrieb hier nicht - im Gegenteil." Er verweist neben den vielen behördlichen Beschränkungen auf die gestiegenen Betriebskosten, die Wagen selbst, das Benzin, die Technik, und: einige Großkunden. Zu denen zählen etwa die Krankenkassen.

"Für viele Krankentransporte wurden zuletzt einige Verträge geschlossen, die die Kosten für einen Taxibetrieb kaum noch decken, so Josef Mengeler vom Taxiverband Deutschland. Ähnlich äußert sich der Vorsitzende des Landesverbands des Verkehrsgewerbes in Thüringen, Thilo Müller: "Oftmals gibt es keine Alternativen zu diesen Verträgen." Insbesondere auf dem Land, wo der klassische Taxidienst die Ausnahme ist, seien die Betriebe auf die sogenannten Verbrauchsfahrten angewiesen.

Insgesamt sei die Situation damit alles andere als goldig. Von einer guten Ertragslage könne im deutschen Taxigewerbe kaum die Rede sein, sagt Thilo Müller, "viele Taxifahrer müssen ihre Einkünfte sogar mit staatlichen Leistungen aufstocken".

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