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Telekom Schwere Sicherheitsmängel bei T-Mobile im Jahr 2006

Telekom-Chef René Obermann kommt nicht aus den Schlagzeilen: Laut einem Medienbericht wies die Mobilfunksparte der Deutschen Telekom im Jahr 2006 schwere Sicherheitsmängel auf. Pikant daran: Obermann war zu diesem Zeitpunkt Leiter der Sparte. Der Konzern versichert jedoch, die Sicherheitslecks seien längst gestopft - und hätten nichts mit der Spitzelaffäre zu tun.

Der Druck auf Telekom-Chef Quelle: dpa

Die Mobilfunksparte der Deutschen Telekom hat nach einem Bericht der „Financial Times Deutschland“ im Jahr 2006 Sicherheitslücken aufgewiesen. Zu diesem Schluss kommen konzerninterne Untersuchungen bei T-Mobile, deren Ergebnisse der Zeitung vorlägen.

Die Prüfer bemängelten unter anderem, dass Telekom-Mitarbeiter unerlaubt vertrauliche Informationen aus jenem Teil des Telekom-Netzwerks abrufen könnten, der laut Gesetz allein staatlichen Ermittlern offensteht. Chef von T- Mobile war damals der heutige Telekom-Vorstandsvorsitzende René Obermann.

Mängel laut T-Mobile inzwischen behoben

Zudem habe eine simulierte Attacke auf die IT-Infrastruktur durch interne Hacker nach Einschätzung der Prüfer „ernst zu nehmende Schwächen“ erkennen lassen: Die Angreifer hätten auf finanzielle oder kundenbezogene Daten zugreifen und diese manipulieren können, heißt es laut „Financial Times Deutschland“ in dem streng vertraulichen Bericht für das Telekom-Management.

Ein Konzernsprecher sagte, dass die 2006 im Rahmen der Untersuchungen festgestellten Mängel inzwischen behoben seien. „Unsere Kundendaten sind grundsätzlich sicher“, sagte er.

Kein Zusammenhang mit Spionage-Affäre

Die Erkenntnisse von 2006 stünden zudem in keinem Zusammenhang mit den aktuellen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft. Obermann hatte nach Bekanntwerden der Spitzelaffäre gesagt, er habe erstmals im Sommer 2007 von Ermittlungen gegen Journalisten erfahren.

Die Untersuchung, die Telekom-intern unter dem Projektnamen „Linda“ lief, sei seinerzeit von Obermann angestoßen worden, sagte der Sprecher. Anlass für die Untersuchung sei ein im gleichen Jahr bekanntgewordener Abhörskandal in Griechenland gewesen, bei dem Handygespräche von Politikern belauscht wurden.

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