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Thailand Deutsche Unternehmen leiden unter den Folgen der Unruhen

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Deutsche Exporte nach Thailand

Auch mit den Investitionen aus dem Ausland wird es vermutlich weiter bergab gehen. Mehr als eine Milliarde Dollar haben ausländische Fonds in den vergangenen zehn Tagen aus Thailand abgezogen. „Ich würde die Auswirkungen auf die ausländischen Direktinvestitionen nicht herunterspielen“, warnt Vincent Ho von Fitch. Selbst wenn es das Militär jetzt schafft, die Opposition durch harte Gegenschläge zu unterdrücken, halten die meisten Beobachter einen dauerhaften Frieden für unwahrscheinlich. Thaksin und seine Rothemden werden keine Ruhe geben.

Weniger Importe

Durch die politische Krise leiden auch das Verbrauchervertrauen und der private Konsum, sagt Sriyan Pietersz, Chefökonom für Südostasien bei JP Morgan in Bangkok. Das wiederum lässt die thailändischen Importe schrumpfen. Aus Deutschland kaufen die Thais vor allem Maschinen, Chemieprodukte und Autos. Schon im vergangenen Jahr schrumpften die Einfuhren aus Deutschland um 16,5 Prozent. Die politischen Turbulenzen dürften den Trend verstärken.

Thailands wichtigste Importländer

Spüren dürften das auch die Autohersteller in Thailand. BMW montiert in Rayong südlich von Bangkok Modelle der 3er-, 5er- und 7er-Reihe. Angesichts der Krise, glauben Analysten in Bangkok, werden sich die Thais in diesem Jahr bei Autokäufen zurückhalten.

Und dann drohen den Reiseveranstaltern empfindliche Verluste. TUI hat die Buchung von Reisen nach Bangkok am 14. Mai eingestellt. Das Unternehmen versucht zu beschwichtigen: Mehr als 90 Prozent der Thailand-Urlauber buchten bei TUI Reisen nicht etwa nach Bangkok, sondern in den friedlichen Süden des Landes. Da brauche niemand Angst zu haben. So eine Rechnung geht aber nur auf, wenn die Touristen mitmachen. Das ist zweifelhaft. Schon jetzt berichten zahlreiche Wettbewerber von TUI über Stornierungen von Reisen auf die Inselparadiese im Süden Thailands.

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