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Thyssen-Krupp Cromme denkt nicht über Rücktritt nach

Die Verluste bei Thyssen-Krupp lassen Aufsichtsratschef Gerhard Cromme nicht grundsätzlich an sich zweifeln. Kritische Aktionäre hatten eine Amtsniederlegung gefordert. Doch Cromme kann auf starke Rückendeckung bauen.

Gerhard Cromme, Vorsitzender des Aufsichtsrates von Thyssen-Krupp. Quelle: dpa

EssenThyssen-Krupp-Aufsichtsratschef Gerhard Cromme lehnt persönliche Konsequenzen wegen der Milliardenverluste des Konzerns kategorisch ab. „Ich werde nicht zurücktreten“, sagte Cromme dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“. Er sei niemand, der vor Verantwortung davonlaufe. Anfang der Woche hatte der Aufsichtsrat beschlossen, dass drei Vorstände vorzeitig ihren Posten räumen.

Thyssen-Krupp-Patriarch Berthold Beitz hatte Cromme bereits – in einer äußerst seltenen Stellungnahme – den Rücken gestärkt. Der 99-Jährige hatte dem Handelsblatt gesagt: „Cromme bleibt.“ Im „Spiegel“ Cromme kritisierte, dass das frühere Thyssen-Krupp-Management viel zu optimistische Prognosen für die zwei Stahlwerke in Brasilien und den USA gestellt hätten. Diese hätten sich schließlich als falsch herausgestellt.

Über „Fehler im Projektmanagement“ sei der Aufsichtsrat bis ins Jahr 2008 nicht informiert worden. Cromme sagte, der Aufsichtsrat habe immer nur die Information bekommen, „dass alles in bester Ordnung sei“. Deshalb sei ein Eingreifen nicht möglich gewesen. Umfangreiche Gutachten – im Auftrag des Konzerns – hatten den Aufsichtsrat von Fehlverhalten freigesprochen.

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