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Tiefseehafen Russe kauft sich in Wilhelmshaven ein

Russlands Ex-Energieminister Sergej Generalow hat sich in Deutschlands einzigen Tiefseehafen eingekauft.

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Die Zufahrtsrampe zum Quelle: dpa

Die Tinte unter den Verträgen ist noch frisch, die Zustimmung von Bremen und Niedersachsen Formsache. Nach Hochtief, Air Berlin und Escada gehört künftig auch Deutschlands einziger Tiefseehafen teilweise Russen. Russlands Ex-Energieminister Sergej Generalow und Vitaly Yuzhilin, ein Duma-Abgeordneter und Parteifreund des scheidenden Präsidenten Wladimir Putin, betreiben ab 2011 die Hafenanlagen des neuen Jade-Weser-Ports von Wilhelmshaven mit.

Dazu haben sie sich mit 18 Prozent an dem Unternehmen Eurogate Wilhelmshaven beteiligt, dem der Hafenbetrieb obliegt. Damit sind Russen erstmals in ein Unternehmen eingestiegen, das dem deutschen Steuerzahler mitgehört. Denn Eurogate Wilhelmshaven, an dem auch die weltgrößte Containerreederei Maersk aus Dänemark 30 Prozent hält, liegt mehrheitlich im Besitz eines Joint Ventures namens Eurogate. Dessen Aktien halten je zur Hälfte der Hamburger Terminalbetreiber Thomas Eckelmann und indirekt das Land Bremen.

Generalow und Yuzhilin tragen gut 60 Millionen Euro zum Bau der 350 Millionen Euro teuren Hafenanlagen in Wilhelmshaven bei. Dafür erreicht Bremen über eine 20-Prozent-Beteiligung von Eurogate an einer Terminalfirma der Russen, dass es den künftigen Tiefseehafen Ust-Luga bei St. Petersburg indirekt mitbetreibt. Das soll in Bremerhaven und Wilhelmshaven den Umschlag von Containern für Russland beflügeln.

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