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Tod einer Poplegende Musik von Michael Jackson erlebt wahren Verkaufsboom

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Die Größen der schwarzen US-Musikszene nahmen in der vergangenen Nacht mit einer bewegenden Michael-Jackson-Gedächtnisshow von dem „King of Pop“ Abschied. „Es gibt keinen Grund, traurig zu sein. Wir feiern diesen schwarzen Mann. Er gehört zu uns und wir teilen ihn mit jedem“, sagte Moderator Jamie Foxx bei der Vergabe der BET Awards, der begehrten US-Auszeichnungen für schwarze Künstler, in Los Angeles.

Neben zahlreichen Stars von Beyoncé über Keyshia Cole und Bobby Brown nahmen auch Jacksons Vater Joe und Schwester Janet teil. „Unsere ganze Familie wollte heute Abend hier sein“, sagte Janet, sichtbar mit den Tränen kämpfend. „Es war einfach zu schmerzvoll. Für Euch ist Michael eine Ikone. Für uns ist er Familie. Und er wird für immer in unseren Herzen weiterleben.“ Jamie Foxx erschien zu der Gala im Shrine-Auditorium von Los Angeles in einem Michael-Jackson-Kostüm und probierte mehr schlecht als recht den legendären „Moonwalk“ der Tanzlegende.

Unter dem Jubel des Publikums präsentierte er zusammen mit Beyoncé eine Neuauflage des Supersongs „Thriller“, mit dem „Jacko“ einst den größten Verkaufshit aller Zeiten eingefahren hatte. „Ich wollte, die Welt hätte ihn anerkannt, solange er noch gelebt hat“, sagte Vater Joe dem US-Nachrichtensender CNN. Wegen der Todesumstände habe er große Sorgen, räumte er ein, machte aber keine näheren Angaben. „Mir gefällt nicht, was passiert ist.“

Die BET Awards werden alljährlich vom TV-Sender Black Entertainment Television in unterschiedlichen Kategorien vergeben.

Kinder werden von Großmutter betreut

Die drei Kinder Prince (12), Paris (11) und Blanket (7) werden seit Jacksons Tod von seiner Mutter Katherine betreut. „Michael hätte sich gewünscht, dass die Kinder zu ihr kommen. Sie liebt sie sehr“, sagte der Anwalt der Jackson-Familie, Londell McMillan. Allerdings könnte auch Jacksons Ex-Frau Debbie Rowe Anspruch auf die beiden älteren Kinder erheben, weil sie ihre leibliche Mutter ist. Die Mutter des kleinen Blanket, der von einer Leihmutter geboren wurde, ist unbekannt.

Auch um das Vermögen dürfte es ein größeres Gerangel geben. Zwar hat Jackson schätzungsweise rund 400 Millionen Dollar Schulden hinterlassen, seine hochkarätigen Musikrechte dürften aber um einiges mehr wert sein. Ein Termin für die Beerdigung wurde bislang nicht genannt. Spekulationen in den Medien, Jackson werde am Mittwoch beerdigt, wollte die Familie nicht bestätigen. Laut „Los Angeles Times““ ist unter anderem im Gespräch, nach dem Vorbild der Elvis-Presley- Gedenkstätte aus seiner Neverland Ranch eine Art Graceland zu machen. In dem traditionsreichen Apollo-Theater sollte am Dienstag eine Gedenkfeier stattfinden.

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